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Die Operisti als kulturelles Netzwerk - Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Band 1 & 2
Seite - 226 -
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226 Edition der Briefe 35 40 45 50 55 60 65 70 daß ich weiß wann, ob, oder wie du komst, dann ich repetire wie in meine>m@ vorig>en@, daß wir d>en@ 4:t>en@ Nov>ember@ von hier abreiß>en@, um uns d>en@ 6:t>en@ zu lübek zu embarquir>en@ o wie thut mir leyd caso du de>n@ 2:t>en@ Brif an die Mylady geschrib>en@, mir scheint es übel gethan zu seyn. aber ich hätte bald ver- geß>en@ etwas von der opera zu schreib>en@, deine Krankheit hat mich so erschrökt, gott lob nun ist es vorbey ich habe mei>nen@ brav>en@ theil gezittert, ich weiß nicht ob es wahr oder nicht, allein es scheint jedermann universal mit mir zufried>en@ zu seyn, sowohl im sing>en@>,@ personage, und agiren, die pastorella habe ich repetirt, und sonst hat niemand repetirt, und scheint es mir fast unmöglich nachdeme ich zu london so unterdrukt geweß>en@, so daß ich glaube sie vexir>en@ mich wann sie mir applauso mach>en@, nun habe ich den part von der asteria in bajazet, und die dike sau bleibt auß, du kanst dir den lerm vorstell>en@, mir ist gar nicht wohl dabey, gott wird mir aber helfen, dann ich muß such>en@ mich wieder lebend zu machen, nach- dem 5: jahr völlig todt ware, von wien habe ich Brif von churfeld, ich bin recht en peine, der Impres>ario@ rath mir nicht auß sprezzo nach wie>n@ zu geh>en@, sondern weil er noch kei>n@ gewises ort hat, dann mit Holland ist es noch nicht gewiß, die ganze cöllnische compagnie ist zu prag, lucatelli ist impres>ario@ und mann sagt daß sie hernach in Holland geh>en@, aber in Vertrau>en@ schreib es auch bey leib d>em@ Jozzi nicht. ich habe oft von Jozzi die höÀichst>en@ Brif, morg>en@ erwarte ich ein köstl>ichen@ von ihm mit amsterd>amer@ sciocolata, polvere di denti und, ein silbernes milch döpÀ. ich werde dir schon von >S. 3@ dießer gut>en@ cioccolate aufheb>en@, armer pirker glaubst du dann daß ich gar keine emp¿ndung habe, zu wiß>en@ daß es dir so übel geht, thue dir ja ein>en@ gut>en@ tag an, weil du jezt gelt hast, allein nicht etwa con una scuf¿a, che spero sarete savio. basta überlege alles gut, und wann du dich resolvirst zu komm>en@, ciò è wann du gelt genug auftreibst und reist sogleich über amsterdam so triffstu mich noch an, thue selbst was du zum best>en@ glaubst alleine verliehre an den billet nicht so es mögl>ich ve@rsaume etwa die Zeit nicht, und daß du weder dort emploirt wirst, noch a tempo hieher komst, Gott ist mei>n@ Zeuge mit was schmerz>en@ ich >o@hne dich die reiß mache, nun gieb ich dir wieder eine comission, und dises ist die letzte, thue es wann es mög- lich nemlich, ein>en@ schönen grün>en@ Blusch zu ein>em@ frack vor d>en@ Hager, ohne Hoß>en@ noch Camisol, du weist er ist dich >sic@ vergiß aber dießes nicht und >tue@ ihm den gefall>en@, weg>en@ d>em@ aaf>en@ bemühe dich nicht mehr er ist ein Narr. wann dir Herr von waiz nicht die coffé mühl gibt so must du eine kauf>en@ in dieser ¿gur item die steknadeln Mei>n@ gott morg>en@ ist opera und post tag nach wien ich weiß nicht was ich schreib>en@ soll, dann sie offerir>en@ mir 400: ducaten, und du bist auch obligirt zu spiehl>en@, und dann und wann ballet zu componir>en@, ich thue es aber um dieß>en@ preis nicht, basta ich werde müß>en@ ei>nen@ post tag wart>en@, dann ich kan mir nicht so geschwind e>X@>.@ Monsieur Mingotti emp¿hlt sich schönstens. ich küße dich 1000 mal, grüße alle gute freunde, und ich ersterbe deine getreue Marianna biß in todt.
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Die Operisti als kulturelles Netzwerk Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Band 1 & 2
Titel
Die Operisti als kulturelles Netzwerk
Untertitel
Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker
Band
1 & 2
Herausgeber
Daniel Brandenburg
Verlag
Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-7001-8898-8
Abmessungen
21.0 x 29.7 cm
Seiten
1048
Kategorie
Kunst und Kultur
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