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Die Operisti als kulturelles Netzwerk - Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Band 1 & 2
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230 Edition der Briefe 35 40 45 50 55 60 65 70 und die alte bis morg>en@ inclusive. Machet als also die ganze summa 36 lb 13 Sch>illing@>.@ Gott im Himel seye gedankt, daß ich aus dem verÀuchten Hause noch einmahl heraus kommen kann, welches ich so oft gewollt, und gewunsch>en@, und niemahl erhalt>en@ können. ja hat es geheissen, auf eine so kurze Zeit wär es nicht der mühe werth pp NB künftige Wochen ist eingedung>en@. Mir hat es so gerath>en@, daß ich den Wechßel so gleich zu Geld mach>en@ können ohne Verlust anders Gelds. Ich möchte wissen was du von etlich>en@ Ducat>en@ schreibest so du auf die Cambio verlieren müssen. Dieses will hier niemand versteh>en@. Jezt komt der Hof herein denn nun, und die Mylady M>iddle@s>e@x werde ich unverschämt importuniren. Sie müssen mir was geben, sie wollen, oder wollen nicht. Gestern war ich beym Vaneschi, welcher mir sicher versproch>en@, daß er mir beystehen wolle, und daß er glaubt, daß dem Milord das Michel>s@ quartal gefallen, also hofet er auf ein oder andern weg was auszurichten, und das quartal an unsern Billet ist auch verfall>en@, daß w>il@l ich auch sollicitir>en@. Gott ist mir besonders genädig, daß er mir s>o@viel Stärke wieder in so kurzer Zeit, und nach einer töd- lich>en@ Krankheit zu theilet, daß ich alles dieses verrichten kan. Morgen Löse ich die Pänder ein, und wann du wirst den Conto sehen, so wirst du bald schliessen, wieviel mir zu so vielen Comissionen überbleibet. Ich werde aber gleichwohl thun was x> mir möglich. Zörne nicht mit mir liebe Marianna, wann ich dir nicht in allen nach Wunsch dienen können. Du versündigst dich an mir, ich bin ein armer unglükselliger Mensch, der wenn er dir mit seinem Blut diennen könte es von Herzen gern Thun würde. Glaube mir, daß alles was dir wiederfährt mir durch die Seele dringet, alles was ich leide, und gellit>en@, war deinethalb>en@, weil ich mir deinen Stand immer so lebhaft vorgestellet, so \hat/ mir dieses solche Todesqualen und Aengstligkeit>en@ verursachet, und weil ich unmöglich helffen gekonnt, so hat mich endlich der Chagrin das Herz unterdrückt, und ins Bet geworff>en@, Mein Blut zeigte es klar, dann es war voll schwarzer und grüner Gall, auch alle haben mirs gesagt und zugesproch>en@. Jozzi habe ja das Band schon lang geschickt. aber zuvor wie wir in penetilien waren, hab ichs nicht thun woll>en@. Mit dem Bremer wäre es ein sproposito dann er gehet mit dem Hamburger fast zu glei- cher Zeit weg. >S. 3@ Der Sauvage, so der Campioni von Graf Haßlang gedienet ist gestern wie ein Vieh crepirt und verfault, hat auch keinen Geistlich>en@ gewolt. Monsieur Wegelein, und Herrn Vogds seine geweste Maitresse sind von ihm weg gelauffen, und haben sich verheürathet, worüber sie beede in das gröste Elend verfallen. Wer hätte es von diesen feinen Menschen geglaubt? Herr Vogd hat mir heüte den ganz>en@ Casu>m@ selbst erzehlet. Gestern erzehlte mir die Seiz, daß den armen Carlani der Donner das linke Beinn gelähmet. Der arme Mann. Ich ware gestern bey Herrn Paradis, da war nun eine ganze Confusion in dem die Miss Ashe der Seiz eine curiose Carte zu geschicket und sie einladen lassen, es ware unter andern. sie solte jemand von ihrer Compagnie mitnehmen, der ihre musiqs könne accompagnir>en@, das hat der Mademoiselle gewaltig in die Nase gerumpft.
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Die Operisti als kulturelles Netzwerk Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Band 1 & 2
Titel
Die Operisti als kulturelles Netzwerk
Untertitel
Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker
Band
1 & 2
Herausgeber
Daniel Brandenburg
Verlag
Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-7001-8898-8
Abmessungen
21.0 x 29.7 cm
Seiten
1048
Kategorie
Kunst und Kultur
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