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Die Operisti als kulturelles Netzwerk - Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Band 1 & 2
Seite - 248 -
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248 Edition der Briefe Guinee kostet für deinen Hausherrn jezt mit geschikt, ist darum gescheh>en@, weil es schon an dem war, daß er mir es verkauffet hätte, und ich wüste es hernach nicht mehr zu bekommen. Lasse dich bezahl>en@, dann es hat mich Mühe und Geld gekostet, und jedermann verwundert sich daß es so wohlfeil. >S. 2@ Ich habe den Schifer an Herrn Johann Antoni Porta addressiret, mache du nun dorten die Anstalt, daß Herr Porta sorgfältig nach der Jungfer Susanna, so heist das Schif, und Comander Raetie van Creeken nachfragen, be und bey Ankunft gleich licht>en@ lasse, dann ich werde veranstalt>en@, daß er es in Rum nehme, damit man gleich darzu könne. Der Schifer kennet zwar Herrn Porta nicht, aber wohl Herrn Petern Hiß, allwo er ihn wohl ausfragen würde, allein es ist besser, daß man ihn nach- frage. Mit den Haub>en@ hoffe ich auch daß du wirst mit der Kinsack zufriden \seyn/. Das Bet ist wohl einbalirt, weil das der Betsack absolutè nichts mehr nuz, und mich auf einen guineé zu repariren würde gekostet haben. Es ist sigilirt mit einem Löwen in einer Crone, und darüber Siegelleinwath genähet, daß es nicht abgerieben werde. Deine Adresse darauf mit dem ricapito al Signor Porta. Der Coffrè ist gleichfalls mit der nemlich>en@ addresse und mit Siegelleinwath um- wund>en@. Die Sach>en@ kan Herr Mingotti ohnedem in Hamburg nicht nuzen, also gilt es gleich wann es dort ankommt, wann es nur gewis, solte ers aber in Coppen- hagen wollen, so ist es eben so schwer nicht, daß ihms Herr Porta nachschicke. Mit künftiger Post werde dir das Recipisse vom Schifer, und was wir accordirt, weil die Fracht dort zu bezahlen gebräuchlich, auch nothwendig aus viel>en@ >Ur@sach>en@ nebst einem Verzeichnis was im Coffrè, ganz klein geschrieben mit- schicken. Ich >habe@ alle teütsch>en@ Arien in ein Buch eingeschrieb>en@, welches du ¿nden wirst, allein dieses, so du gemacht kan ich nicht ¿nden, auch etliche dopelte texte habe ich auch nicht schreib>en@ können, w>eil@ ich sie nicht habe. Zu Ende ist der franz>ösische@ Pantin, welche Mänlein hier in allen Galanterie Läd>en@ verkauft werd>en@ pp es ist jezt gran mode. Von Galanterien ist auch alles, ausgenohmen meine Uhr, und Uhrkette zur Laurettis Uhr, mein Degen, und die Medailen, welche ich zu im Fall einer grossen Noth /: ohne solche zu verliehr>en@ NB :/ bey mir behalten. Von der Coffè Mühl hat mir Chevalier Wych keine and- re Antwort gegeben, als daß er sie noch nicht angeschaffet. Ich habe das meine gethan, Unter Uns ich glaube daß ihm nicht viel an ihr gelegen, dann es kommen däglich 2 deütsche Dänzerin>en@>,@ die aus Welschland gekommen>,@ zu ihm. Ich weis ihren Nahmen noch nicht. Mache keine Schwäzerey, es möchte dir schäd- lich seyn. Der Cammerdiener läst sich empfehl>en@ und er sagt, du solst zu Herrn Grube Secretair und favorit von Herrn von Ahlefeld schick>en@, er hat an ihn wegen deiner geschrieb>en@, und mir den Brief gegeben, den ich auch fortge- schickt vor ungefähr 6 Wochen. Wann ich mich bald hier expediren kann, so reiset der Capitain sein Onkel mit mir über Holland nach Hamburg. Mit meiner Gesund- heit kommen die Kräften sehr langsam, und mein Kopf ist noch sehr däumlich >sic@ und schwach, und bin ohne Fleisch. Heüte war ich 2 mahl bey der Milady 35 40 45 50 55 60 65 70
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Die Operisti als kulturelles Netzwerk Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Band 1 & 2
Titel
Die Operisti als kulturelles Netzwerk
Untertitel
Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker
Band
1 & 2
Herausgeber
Daniel Brandenburg
Verlag
Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-7001-8898-8
Abmessungen
21.0 x 29.7 cm
Seiten
1048
Kategorie
Kunst und Kultur
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