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Die Operisti als kulturelles Netzwerk - Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Band 1 & 2
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271Edition der Briefe 75 80 85 90 95 100 105 110 erdenkliche unternemme Uns zu helfen, allein über >S. 3@ Unglücke, und wiedri- ges Geschicke sind meine Kräften zu wenig. Wann ich das thu, was in meinen Vermögen, habe ich Gott und der Welt ein Genüge gethan. In meinem Gewis- sen habe ich mir dessentwegen nichts vorzurucken, und wenn du mit dergleichen Gedank>en@ eingenohmen seyn soltest, so thust du mir grosses Unrecht, und versündigst dich an mir. Den Haaß, den der canalieuse Realy wieder mich ge- faßet, ist unmenschlich, dann der Bößwicht hat wirklich geglaubt daß wir Haut und Haar in seinen Klauen lassen sollen, und die unvermuthete Auslösung hat ihn so erbittert \gemacht/ daß es unglaublich. Daß er mir versproch>en@ mich um- sonst in quartier zu lassen, habe ich gleich anfänglich gemerket, daß er mich nur im Neze erhalt>en@ wolle, dirs auch geschrieb>en@, ich habe ihm gesagt, warum er keine Zettl anschlage? da versicherte er mich vous etez bien venu jusque vos affaires seront ¿nis. Ich roche den Brat>en@, konte es aber nicht ehender reme- dir>en@, bis ich von dir das Geld erhalten, worüber ich nur eine Woche geblieb>en@, weil sie schon angefangen. Die 3 Woch>en@ die er selbst überseh>en@, hat ihm der Deüfel den Dag darauf die Augen eröffnet, und ich glaube, daß ihm die Caution etwas argwohnisch vorgekommen, und die Pfänder Auslösung. Aber der Fluch bleibet auf sein>em@ Haus. Ich hoffe, du wirst mir eine gute und richtige Adresse zu unsrer Correspondenz nach Coppenhagen schicken, dann deine Briefe sind meine einzige Consolation, die ich hier habe, obwohlen ich auch öfters unver- schuldter Weise viele Herbigkeit>en@ zu verdauen bekommen. Die Uhr des Herrn Klucks ist wirklich nicht fertig word>en@ bey Abgang des Schifes. Ich lasse mich ihm und der ganz>en@ Compagnie in specie Signor Mingotti schönstens empfehlen. Ich schäme mich von Herzen, daß ich der Turcottin das Papierne spa- lier nicht schick>en@ können, allein die Armuth hat kein Gesäze. Im lezte>ren@ Conto habe ich für das Buch den halb>en@ Guinée, und viele andre Kleinigkeit>en@ nicht gesezet. Auf die Assecuration habe ein>en@ halb>en@ Guinée nachzahl>en@ müssen, weil das Of¿ce es nicht für 1 ó mehr gethan, wie mir der Schreiber Dags zuvor zugesagt, und weil das Billiet noch nicht unterschrieb>en@, habe ich nolens volens den andern Dag den Uberrest darauf zahl>en@ müssen. Wegen des Klucks seiner Comission ist mir solche sehr incomod, ein anders wäre es, wenn ich selbst nachkäme oder des Milords Bill>iet@ völlig erheb>en@ könte, allein bey solcher Dürftigkeit des Geldes wird mir nicht geholffen wann er es dir gleich dort zahlet, und hier machet es ein grosses Loch im Beütel. Meine Adresse ist in Oxendon Street x> near the Haymarket. Was hier passirt weiß ich jezt gar nichts, denn ich war fast allzeit in der Stadt und mit KauÀeüten. Piacenza hat mir heüte gesagt, daß Joli, Vaneschi, und Lakman mit dem Crossa in Compagnie getrett>en@, ist halt alleweil der Milord. Ich erwarte nun mit gröster Sehnsucht, was du wegen meiner schreiben wirst, was ich thun solle dies>en@ Winter über, und kan sagen, daß ich dermahl>en@ lebe wie ein Mensch der Mitten auf der hohen See nach der neüen Welt fähret, und sonst von den übrig>en@ Welttheil>en@
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Die Operisti als kulturelles Netzwerk Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Band 1 & 2
Titel
Die Operisti als kulturelles Netzwerk
Untertitel
Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker
Band
1 & 2
Herausgeber
Daniel Brandenburg
Verlag
Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-7001-8898-8
Abmessungen
21.0 x 29.7 cm
Seiten
1048
Kategorie
Kunst und Kultur
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