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Die Operisti als kulturelles Netzwerk - Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Band 1 & 2
Seite - 278 -
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278 Edition der Briefe 75 80 >Beilage 2 S. 1:@ so must du schon dort darauf wart>en@, mithin bediene dich der Zeit und componire etwas, ich werde der miss asch schreib>en@ daß sie dir unter- schreibung macht, verwerfe dießes project nicht dann erstl>ich@ bekäm>en@ wir kein>en@ Kreuzer von d>em@ Mylord, andertens kostete dich die reiß biß Cop- pen>hagen@ wenigstens 24: ducat>en@ warum soll>en@ wir dieses weg werf>en@, ich glaub du ließt meine Briefe nicht recht dann ich habe schon oft daßelbe ge- schrib>en@ daß ich an den billet nichts verliehr>en@ will, adieu >Beilage 2 S. 2:@ ich muß zu einer academie. Hab mich lieb, Gott wird uns schon wider zusamm>en@ bald helf>en@ und wann wir aufs fruhjahr in Holland gehen, so bist du um so viel näher. addio ich küße dich 1000 mal. VORLAGE: HStAS, Signatur A 202 Bü 2840, 1 Einzelblatt, 2 beschriebene Sei- ten, 2 Beilagen, Zusatz (Briefdatierung) Franz Pirkers auf S. 1 mit Wachs eingeklebt, 9,5 x 5,5 cm Nachschrift Marianne Pirkers, 10 x 8,5 cm. THEMENKOMMENTAR: Mariannes Ausführungen zeigen, wie sehr die Opernkünstler in das gesellschaft- liche Leben der Notablen Hamburgs eingebunden waren. Aus Sicht der Künstler diente die Gastlichkeit einerseits dem elementaren Bedürfnis nach VerpÀegung, andererseits aber auch der beruÀichen KontaktpÀege, insbesondere zu diplomati- schen Kreisen, deren Vernetzung für das beruÀiche Fortkommen von großer Be- deutung war. Einblick in den beruÀichen Alltag bietet auch Mariannes Bericht über Proben, Konzerte und das Publikum als alleinigem Richter über Erfolg und Misserfolg, und das sowohl was den einzelnen Künstler anbelangt (Marianne vs. Turcotti ), als auch die Gesamtleitung der Truppe und die Wahl der Werke (zusätzliche Aufführungen). Von besonderem Interesse sind Mariannes Angaben zur Zahl der Mitglieder der Mingotti’schen Truppe. Die fünf Frauen lassen sich mit Maria Masi , Marianne Pirker, Teresa Pompeati , Maria Giustina Turcotti und Gaspera Beccheroni identi¿zieren. Diesen standen vier männliche Interpre- ten gegenüber: Antonio Casati , Christoph Hager , Franz Werner und Pellegrino Gagiotti . Hinzu kamen die Kapellmeister Christoph Willibald Gluck und Paolo Scalabrini sowie der Impresario selbst. Bei den vier weiteren männlichen Per- sonen des künstlerischen Personals („Männer“) könnte es sich um Instrumenta- listen gehandelt haben (etwa „hauseigene“ Stimmführer, die jeweils gemein- sam mit lokal vorhandenem Orchesterpersonal eingesetzt wurden), was aller- dings Hypothese bleiben muss, da es generell über die Vokalsolisten hinaus zu der Zusammensetzung wandernder Opernensembles keine verlässliche Daten gibt. Mit 15 Personen bisher ungeahnt umfangreich ist das Dienstpersonal („Men- scher“ und „Kerle“).
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Die Operisti als kulturelles Netzwerk Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Band 1 & 2
Titel
Die Operisti als kulturelles Netzwerk
Untertitel
Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker
Band
1 & 2
Herausgeber
Daniel Brandenburg
Verlag
Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-7001-8898-8
Abmessungen
21.0 x 29.7 cm
Seiten
1048
Kategorie
Kunst und Kultur
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