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Die Operisti als kulturelles Netzwerk - Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Band 1 & 2
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300 Edition der Briefe Brief Nr. 73 Marianne Pirker aus Lübeck an Franz Pirker in London, 14. November 1748 A Monsieur Monsieur Franoois Pirker a Londres in Oxendon Street near the Haymarket >unbekannt:@ | fr>anco@ Amsterdam | >Franz Pirker:@ | Lübeck No 19. Den 14t>en@ >novem@bris 1748 | hamb>urg@ 11:t>en@ lübeck d>en@ 14: >novem@bre 1748: allerliebster pirker dießen \gestern/ Morgen um 9: uhr sind wir allhier glükl>ich@ angekomme>n@, der wind ist sehr favorable>,@ werde>n@ wir alßo morg>en@ in aller fruh abseeglen, bleibt der wind so wie heute, so könn>en@ wir in 2: täg>en@ in Coppenhaghen seyn, weil>en@ wir aber zu nacht nicht fahr>en@, sondern anker lieg>en@, so wird es wohl um ein oder 2: täge länger daur>en@, unser schif ist ein Jacht, und ganz neu es ist mir dein Brif vom 1:t>en@ gestern von hamb>urg@ nachgeschikt worden, lieber pirker deine gute Warnung so du mir gibst ist mehr als billig, dann ich kan dich gar nicht verdenk>en@ daß du an meiner treu zweifelst bey solcher gelegenheit, allein, du weist selbst wie oft ich zu ihm hätte komm>en@ könn>en@, und hab mich gar nicht darum gerißen, und anjezo hat es mei>n@ unglük in Engelland und große necessitè gewolt, sonst>en@ wäre ich noch nicht bey ihm, dieses bitte ich zu betracht>en@, überdieses sind die Zeit>en@ changirt, und er liebt sein weib wie ein>en@ Engel und meine lieb zu ihm bestehet darinn>en@, daß wann ich ihm die Haut könte abzih>en@ so thäte ichs, er ist nimmer so genereus als er war, jedoch winscht er nichts anders als uns wieder in gut>en@ stand zu bring>en@, allein zu Coppenh>agen@ ist mein einzigs unglük daß du nicht bey mir bist, dann solte er mich in viel>en@ ort>en@ aufführ>en@, so würde sich die ganze Comp>agnie@ darüber aufhalt>en@ und übel werde>n@, wärst du aber bey mir, so köntest du dich überall einschmeiglen, basta gott wird mir helf>en@, auf welch>en@ ich allein hofe, und weder d>en@ höchst>en@ noch dich im geringst>en@ beleidig>en@ werde, seze dich alßo zu frieden, und richte alle deine sach>en@ mit Àema so daß es dir an der gesundheit nicht schade, dann deine Krankheit war nichts als rabbia, welche uns beede ums leb>en@ bringt, nun hofe ich du wirst indeßen alle meine Briefe richtig erhalten haben, mein Gott du fragst mich auch anjezo was du dießen winter über thun sollst, was soll ich nun hierauf antwort>en@, gelt kan ich dir unmöglich schick>en@, dann ich hab nur noch 70: ducat>en@ zu hab>en@ von Impres>ario@ vor diese muß ich die ganze Zeit leben das negozio mezzo denaro è mezzo robba wäre nicht übel, allein dieses wär ein schlechter pro¿t dann es ist natürlich daß der Kaufmann die sachen alle über- schlag>en@ würde und wir müst>en@ sie gedoppelt annehmen, basta>.@ >S. 2@ wir 5 10 15 20 25 30
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Die Operisti als kulturelles Netzwerk Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Band 1 & 2
Titel
Die Operisti als kulturelles Netzwerk
Untertitel
Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker
Band
1 & 2
Herausgeber
Daniel Brandenburg
Verlag
Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-7001-8898-8
Abmessungen
21.0 x 29.7 cm
Seiten
1048
Kategorie
Kunst und Kultur
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