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Die Operisti als kulturelles Netzwerk - Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Band 1 & 2
Seite - 307 -
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307Edition der Briefe 5 10 15 20 25 30 Brief ௘ Nr. 75 Franz Pirker aus London an Marianne Pirker in Kopenhagen, 19. November 1748 A Madame Madame Marianne Pirker pres>entement@ a Copenhagen. Chez lތOpera Italiene. No 26 24. Vom 19t>en@ N>o@v>em@bris >1@748. London den 19t>en@ N>ovem@bris 1748 Herzallerliebste Marianna. Lezte Post ist es das erstemahl, daß ich dir nicht geschrieben, und >es wa@r zu Fleis, denn du wirst ohnedem 4 Briefe von mir bey deiner Ankunft gefunden haben, so würde es dir zu hart gefallen seyn auf 5 zugleich zu antworten. Zudem hatte ich keinen Brief von dir, indem ich deinen von 8t>en@ huius erst einen Dag da- rauf empfangen auch keine nothwendige Sach>en@ zu schreiben. Heüt hätte zwar auch die Post ankommen sollen, es ist aber noch nicht geschehen. Du kanst nicht glauben wie sehr mich das Ausbleiben deines Coffers am Herzen lieget. Ich werde morgen expresse dessentwegen nach der Börse gehen, od>er@ vieleicht bekomme ich von dir die erfreüliche Zeitung, daß er noch vor deiner Abreise gluklich an- gelanget. Ich erwarte mit gröster Sorge und Sehnsucht die Nachricht von deiner glüklichen Ankunft, und kan mit>ler@ Zeit keine recht ruhige Stunde haben. Den Mylord habe auch >X@ >X@e>X@, weil die neuen um Geld angesuchet, und keines erhalten könen >X@ aber nur eines geben will. Monticelli ist wirklich im Proceß wie>d@er ihm und ist Festen und Haydegger heüte als Zeügen vor Gericht gefodert worden, daß sie nicht einmahl in die Opera, die heute die erste ist, gehen können. Ich glaube daß Milord Burlington darhinter stecke. So bald die Opera vorüber da werde ich hinter ihm her seyn. Ich habe zu Àeis nicht hinein zu gehen gesuchet noch zum Prob>en@, damit man mir nicht aufbringen könne ich spreche ihr übel davon. Die regalien, obwohlen sie gering, freüen mich dennoch inniglich wegen der Erkäntnis, und ist imer besser als gar nichts. >Des@ Monsieur Brockes Present, und des Bruders Compl>iment@ \an mich/ charmire>n@ mich auch ungemein, und das erstere mehr, als wenn es von einer grossen Frauen gekommen wäre. Daß die Dicke so sehr er>bo@ßt, ist mir nicht bang, ich winschte daß man es accomodiren könte. Spricht sie mit dir? NB Damit du mir auf die puncten antwortest werde ich es hinfüro allezeit so mach>en@, denn es sind 500 in meinen vorigen Brieffen unbeantwortet geblieb>en@. Lege meine Brieffe, wenn du schreibest jederzeit neben dir hin, du hast es ja hier so gemacht. Ich lasse nach der Nachbarschaft allerschönstens wieder empfehlen, ich seze gewis nichts auf, sie sollen sich sich nur >al@lzeit festgeschlossen halt>en@, so giebt es schöne Grüblein. Deine Gesund- heit erfreüet mich höchstens, Gott erhalte sie, und meine auch, die ich jezt Voll-
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Die Operisti als kulturelles Netzwerk Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Band 1 & 2
Titel
Die Operisti als kulturelles Netzwerk
Untertitel
Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker
Band
1 & 2
Herausgeber
Daniel Brandenburg
Verlag
Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-7001-8898-8
Abmessungen
21.0 x 29.7 cm
Seiten
1048
Kategorie
Kunst und Kultur
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