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Die Operisti als kulturelles Netzwerk - Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Band 1 & 2
Seite - 308 -
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308 Edition der Briefe 35 40 45 50 55 60 65 70 komen wied>er h@abe. Vergesse das Portrait nicht, ich gebe dir keine Ruhe. >S. 2@ Ich bin bey Herrn Baron von Solendal gewest, er hat mir die Adresse an den Obrist Hofmeister bey der Königin gegeben, wo so bald es möglich deine Aufwartung zu mach>en@, und weg>en@ der Recomendation anzufragen. Seine Excellenz Monsieur le Baron de Fuel grand Maitre de la maison de Sa Majésté la Reine. Er hat mir auch zugleich gesagt, du solst seiner D>am@e auch aufwart>en@, welche alles kan, und über die HofDames Obrist Hofmeisterin >ist@>.@ Halte solches vor der Compagnie so viel es seyn kan geheim, daß nicht andre auch den Wege ¿nden. teütsch Fauel ist sein Nahm, wie es Dänisch ausgesprochen wird, weis ich nicht. Das was ich in dem Coffrè vom dänisch>en@ Hofe mitgeschikt, halte auch geheim, und ich bin in Sorgen, daß die Maut Of¿cier es nicht lesen, weil der Bog>en@ in den Bändeln des Coffrebodens stecket, und gleich beym aufmach>en@ ins Gesicht fällt. Die affaire von Wien werffe gleichwohl nicht über das Dach hinaus, dann mit Holand scheinet es mir sehr mißlich und ungewis zu seyn, dann sie müssen jezt die troupen zahl>en@, und wissen nicht, wie sie es mach>en@ sollen, die publique cassen sind leer, und das Volk will nichts contribuir>en@. Die Rebelions sind auch nicht völig gestillet. Figurevi. Calviner, geizige Leüte, Burger>mei@ster, unglükliche und schwere Zeiten, und Opern halten ist schwer zusammen zu reimen. >Ich@ schreibe dieses um nicht zwisch>en@ 2 Stühlen zu sizen. Wegen Stutgart >können deine El@tern, wenigstens bey den Capelmeistern deinen applaus, und daß du je>X@ engagement nicht abkommen könnest, vorstellen, od>er@ wenn es nüzlich >sollten sie@ hingehen, und zusehen, daß der Plaz nicht occupiret werde. 2 Schreibe mir, ob sie nicht den Empfang des Wechßels geschrieben? Ich habe über die arme Rosalia recht nachgedacht, und ¿nde, daß sie von einen sehr hizigen temperament seyn müsse, dessentweg>en@ must du die Eltern bit>en@, daß sie besonders Auge auf sie hab>en@ möchten, im Bette od>er@ Abtritt \NB >X@ln/ pp>.@ Die Kinder sind jezt unglaublich frühzeitig in derley Sachen. Vieleicht hat die geile Amme die sie gehabt, die Laybacherin, so auch gestohlen, ihr solche Milch beygebracht. Gott gebe alles zum besten und mache dieses zu unnüzen Gedanken. Wenn du dem Jozzi schreib>st@, so erinnere dich allzeit: Littera scripta manet. Notire Àeißig wie- viel du ihm Brieffe geschrieb>en@, es wird die Zeit kommen, wo ich dir sag>en@ werde, warum? mache dir aber jezt keine Grillen drum gegenwärtig ist alles treÀich gut, ich gedenke aber künftig hinaus. Vorsicht ist allzeit gut. Die Ärmel, so an deinen neüen Kleid, tragen hier die Aurettischen, und wer sich gut trägt, sie stehen recht schön in meinen Augen. Champigni hat hieher geschrieb>en@, daß die Hamb>urger@ Opera weit besser, denn die Londrische aber ganz general, ohne jemand zu nennen. Es wäre gut gescheh>en@, wenn dich Monsieur Kopp an den Englisch>en@ Res>i@d>e@nt>en@ in Coppenh>agen@ recomandirt hätte. Er war sein Secretaire gewest. Vieleicht kanst du es noch durch durch Briefe richten. Nun komme ich mit etwas, welches dir vieleicht nicht >li@eb seyn wird. >S. 3@ Es ist, daß du mir vom Mingotti, den ich mich schönstens empfehle, wie auch Gluck das Geld
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Die Operisti als kulturelles Netzwerk Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Band 1 & 2
Titel
Die Operisti als kulturelles Netzwerk
Untertitel
Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker
Band
1 & 2
Herausgeber
Daniel Brandenburg
Verlag
Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-7001-8898-8
Abmessungen
21.0 x 29.7 cm
Seiten
1048
Kategorie
Kunst und Kultur
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