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Die Operisti als kulturelles Netzwerk - Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Band 1 & 2
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319Edition der Briefe 30 35 40 45 50 ob die Dicke giftig ist daß sie gleich anfangs außbleibt, alleine die opera ist kurz. Heute ware der junge graf lerwich bey mir, er läst sich mistress Willams empfehlen, es ist ein charmanter Herr. hat sich indeßen verheyrathet und eine sehr reiche partie getrofen. Hier ist mit keiner wahr etwas anzufang>en@, daß die togana ist unerträglich. ich kan das geld von niemand begehren wegen denen comissionen biß ich ihn>en@ sag>en@ kan wann und wohin du komst. es freut mich daß du das deobservirt hast, in Hamb>urg@ lacht>en@ viele darüber. aber mein gott >S. 2@ warum hast du die steknadeln nicht geschikt vor die turcotti? es ist ja natürlich daß sie solche hier und nicht in ittalien braucht. schreibe d>en@ Eltern keine Miserien oder starke Krankheit sonst>en@ sterb>en@ sie>.@ ich weiß sonst von kei>nem@ regal außer daß mir der jozzi von Holland auß ciocolate, ei>n@ silberns milch döpfel, 6: silberne löfel geschickt ich habe ihm nach paris geschrieb>en@. >S. 3@ Das papier schlägt durch, ich kan nicht mehr auf die andere seite schreib>en@. es geht mir auch oft so, dann deine Brife schlag>en@ auch stark durch. Die arien in bajazet sind. voi che sciolto il piede avete so die casarina gesung>en@ e piacceva assai a hamburgo. 2: la bella Irena del original. 3. leon cacci>a@to in selva so die casarini gesung>en@. 4. cara sposa amato bene so du mir geschikt hast und ei>n@ halbes duetto mit d>em@ Haager, welches sehr schön ist. Die andern alle hab>en@ nur 3. arien. wir werd>en@ vor die 3.te d>en@ artaserse mach>en@, aber o gott du hast mir die >aria@ per quel paterno amp>lesso@ >unn@ütz mitgegeb>en@, und der coffre wird wohl 2: monath außbleib>en@. adieu lieb mich, ich muß zur prob: gott erhalte dich ich bi>n@ deine getreue Ma>ria@nna>.@ VORLAGE: HStAS, Signatur A 202 Bü 2840, 1 Doppelblatt, 4 beschriebene Sei- ten eingeschränkte Lesbarkeit wegen durchdrückender Schrift auf S. 1/2, Beschä- digung durch Siegelöffnung und an den Faltkanten. THEMENKOMMENTAR: Mariannes Aussagen dokumentieren, auf welch vielfältige Weise (vom Gerücht zur gezielt gestreuten Nachricht) das Informationsnetzwerk der Opernschaffen- den genutzt wurde. Ihre Feststellungen zu dem Angebot aus Wien belegen, welch große Unterschiede in der Gage bestehen konnten (s. Rosalie Holzbauer ) und in welcher Relation zur angebotenen Summe sich die Aufwendungen für Rei- sen zuweilen bewegten: Im vorliegenden Fall hätte die Reise von Kopenhagen nach Wien ein Viertel der dort in Aussicht gestellten Bezahlung ausgemacht. Das Bestreben, jeweils für den Winter ein gutes Quartier mit hinreichendem ¿nan- ziellen Ertrag zu ¿nden, das etwa auch in den Plänen Franz Pirkers für die Zeit nach seiner Abreise aus London eine Rolle spielt, ¿ndet in den Reisehindernis- sen der kalten Jahreszeit seine naheliegende Erklärung: Die Mingotti-Truppe hätte Kopenhagen während des Winters, wie Marianne deutlich macht, wegen der
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Die Operisti als kulturelles Netzwerk Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Band 1 & 2
Titel
Die Operisti als kulturelles Netzwerk
Untertitel
Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker
Band
1 & 2
Herausgeber
Daniel Brandenburg
Verlag
Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-7001-8898-8
Abmessungen
21.0 x 29.7 cm
Seiten
1048
Kategorie
Kunst und Kultur
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