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Die Operisti als kulturelles Netzwerk - Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Band 1 & 2
Seite - 322 -
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322 Edition der Briefe Brief ௘ Nr. 78 Franz Pirker aus London an Marianne Pirker in Kopenhagen, 28. November 1748 A Madame Madame Marianne Pirker pres>entement@ à Copenhagen. Chez lތOpera Italien. No 28. 26. Vom 28t>en@ N>o@v>em@bris. >1@748 London den 28t>en@ N>o@v>em@bris 1748 Herzallerliebste Marianna. Es ist 2 Post Däge, daß ich seit deinem leztern von Lübeck nichts von dir höre, welches ich mir zwar schon vorhinein eingebildet, daß die Reise solches ver- ursach>en@ werde, ich mache mir auch Rechnung, daß ich vieleicht 1 od>er@ 2 Postdäge so werde müssen Geduld tragen, welches aber nicht ohne Sorge ge- schehen kan, weil ich wegen deiner Passage über die See sehr beunruhiget bin. Damit du aber unterdessen was von mir hörest, so habe gegenwärtiges an dich ergehen lassen. Es sind zwar nichts als neüe Zeitungen. Wolte Gott ich könte was gutes von mir schreib>en@, allein es hilft dir nichts meine Gänge zu wissen, bis sie einen Effect gethan. Man bestellet mich nach hiesigen Stylo Wochen weis, als wenn solche minuten wären. Mit einem Wort, wenn ich was werde ausgerichtet haben, werde ich es bericht>en@, schlägt es aber fehl, so werde dir wenigsten meine Vorhab>en@ wissen lassen, damit du siehest, daß ich nicht feyre. In deinen An- gelegenheit>en@ muß ich dir auch noch meinen Rath geb>en@: nemlich du sollst bey der Baronesse von Juel, od>er@ wenn du nur eine günstige Dame hast, biten, daß Sie dich bey andern ihren guten Freünden, und Freündinen aufführe, weil du deinen Mann nicht hier hast. Du must aber nicht blöd seyn sondern sie expressè um dieses bit>en@. Dabey hast du die schöneste Gelegenheit die Ursach>en@ unter den Hofe und Leüte zu bringen, warum ich nicht mit dir habe kommen können. Durch Dames zu gehen ist der beste und reputirlichste Weg allerorten. Erstlich giebt ihre Protection weit mehrer aus, denn der Cavaliers, 2do ist es auch ehrbahrer. Man erwartet den König, aber der Wind ist wiedrig. Es ist Gottlos was die Canalie hier wieder diesen Herrn treibt. Dieser Dägen ruft>en@ sie ein verÀuchte Satyr wieder ihn aus, weil er die Yarmouth abgeschaft, und eine andre angenohmen. Man bekam es um ein>en@ halb>en@ St>ü@b>e@r. Wieder ein andere, daß einer wäre verlohren gegang>en@, man wüste nicht wo er wäre hingekommen. Wer Nachricht von ihm hätte solle ihm melden er solle nach London kommen. NB Erzehle dieses behutsam, und nicht jedem, du bist nicht mehr in London, od>er@ Hamburg, sondern ganz contrair>en@ Lande in derley Stücken. Morgen ist keine Opera buffa wegen der Prinz>e@ßin von W>a@l>e@s Geburtsdag. Es ist auch zum ersten mahl der neüe Squär im Leicester¿eld illuminirt, und allfertig ihr zu Ehren. 5 10 15 20 25 30
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Die Operisti als kulturelles Netzwerk Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Band 1 & 2
Titel
Die Operisti als kulturelles Netzwerk
Untertitel
Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker
Band
1 & 2
Herausgeber
Daniel Brandenburg
Verlag
Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-7001-8898-8
Abmessungen
21.0 x 29.7 cm
Seiten
1048
Kategorie
Kunst und Kultur
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