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70 Ich bin nur wegen des Baron von Juel in Sorg>en@ unterdessen werd>en@ meine
Brieffe eingelauffen seyn, und beym dänisch>en@ Gesandt>en@ hörte ich das selbige
wieder, und daß du bester massen recomandirt seyest. Ich überlauffe ihn nur um-
sonst. Wegen den Borosini erwarte ich ob der Contract vor od>er@ zuruck gehe
alsdenn werde mich der Schuld halber reguliren, schreibe also ohne Verzug so
du was von Wien erhaltest. Wegen der Galli merke ich daß der Sprachmeister
Williams durch den Secretari sie gleichfalls habe recomandir>en@ lassen, od>er@
daß sie es selber im Bad gethan, wo der Alte sie gesproch>en@ id e>st@ Solendal>.@
ich habe es aus seinen Discurs gemerkt, selbes aber dazumahl auf den Reginelli
interpretirt jezt komme ich mehrer ins clare. Mache wenigstens, daß sie suchen
muß durch dich zu gehen, od>er@ durch mich, wenn ihms auch nicht Ernst sie zu
nehmen, und daß er mir eine Comission gebe ihrentweg>en@, es möge favorabl
od>er@ nicht seyn, das leztere wäre mir desto lieber. Wann aus dem Dinge was
du mir wegen Hamburg geschrieben was werden solle, so must du doch ein paar
Monath zuvor dich zu was entschliessen, und mir ein od>er@ anders wissen lassen.
Wenn sich Mingotti der Galli wegen ausredet, so x> mache es so, daß die su>s@-
p>i@c>i@one nicht auf dich fällt, daß du ihn abgeredet. Des Philips Conto habe ich
ganz clar aufgeschrieben gefunden, er hat datto in dietro un mezzo della moneta
dތoro solita di questo Paese ed il Signor Mercie era presente. Herr von Zeher hat
mit Herren von Hamburg, deren Nahmen er mir zu sagen nicht gewust oder nicht
gewollt>,@ gesprochen, die von dir alles guttes gesagt. Das was ich von der Milady
Jarmouth geschrieb>en@ ist alles nicht wahr, sie ist wieder hieher mit dem König
/: der in der selb>en@ Nacht da ich dir zum lezt>en@ mahl geschrieb>en@ um 2 Uhr
angekommen, und ich habe den Lerm und Stücke mit angehört, in dem vieles
Volk unerachtet des üblen Wetters, und Später Zeit so Huroi geschrien, da siehet
man die Grösse dieser Stadt. Er war in Gefahr auf dem Meer :/ gekommen. Die
ganze Stadt hat es geglaubt, und ich habe es gedruckter, kan also nicht davor. Die
Madame Fabri ist unfehlbahr des Schia\vo/netti Schwester und ihr>en@ Mann
haben wir in Berlin gesehen, er solte dazumahl das Operntheater bauen. Forsche
es heraus von >S. 3@ Ihr, ob sie nicht weis, wo ihr Bruder seye? was er mache,
wie ihms gehe? bevor du was von der Schuld sagest, od>er@ vieleicht ist es besser
niemahl was zu sag>en@ davon. Das kanst du sagen, daß er vorgiebt, daß er
Geld von ihr und ihren Herrn zu fordern haben. Ich habe dich eben destweg>en@
mahnen woll>en@ und solches notirt gehabt, allein ich wolte dich zuvor erst warm
werden lassen, weil du mir aber von ihr geschrieb>en@, so geschiehet es hiemit.
Monsieur Koch läst sich empfehl>en@, und mahn>en@ du sollest dich von einen
gewissen Freydag Violinist>en@ hüten. Er ist ein Schmeichler, reporteur und
falscher Mensch. Die Milady How hat mir einen grossen Brief gegeben, den habe
ich verzeihe mirs des Pitschafts unvorrukt aufgeschnitten, weil ich geglaubt was
grosses der Prinzessin wegen darin zu ¿nden der ganze Innhalt aber lautet so.
Jތai etè tres aise, ma chere Madame Pirker dތapprendre par votre lettre que vous
Die Operisti als kulturelles Netzwerk
Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Band 1 & 2
- Titel
- Die Operisti als kulturelles Netzwerk
- Untertitel
- Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker
- Band
- 1 & 2
- Herausgeber
- Daniel Brandenburg
- Verlag
- Österreichischen Akademie der Wissenschaften
- Ort
- Wien
- Datum
- 2021
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY 4.0
- ISBN
- 978-3-7001-8898-8
- Abmessungen
- 21.0 x 29.7 cm
- Seiten
- 1048
- Kategorie
- Kunst und Kultur