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Die Operisti als kulturelles Netzwerk - Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Band 1 & 2
Seite - 378 -
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378 Edition der Briefe qui vތè da sperare un soldo di regalo la masi fa ben gli fati suoi ma sporcamente, perchè riceve molto dal conte Ranzau, ma er vögelt auch sei>nen@ ehrlich>en@ theil und red>en@ sehr >S. 4@ übel von ihr, gestern hat er sie bey Hof sing>en@ mach>en@, aber nur 2: Arien und nur währenter tafel. Das heist so viel als nichts, nach ostern wird der Mingotti hier noch etliche recit>en@ aufführ>en@, der Hager ligt im in Kopf nach Danzig zu gehen, dann wird >sic@ sind zu waßer ganz nahe, du kanst dir einbilden ob dießer streich den pietro zu Herzen geht, ein andermal mehrers. ich bin 2: woch>en@ ohne schreib>en@ gewest, aber gestern 2: auf einmal gekrigt. Die Königin ist schon Retiriret, und erwartet ihre erlößung, dießes thut der opera groß>en@ schad>en@, ich werde gleich d>en@ phillip zahl>en@ und thun was du mir geschrieb>en@, allein er kommt nicht mit der Besoldung auß und werde ich ihm müß>en@ ei>n@ alts Kleyd kauf>en@, damit er kein>em@ Bettler gleicht. adieu ich küße dich 1000 mal, der lapis hat die arien schon nach Dresd>en@ geschikt, mingotti emp¿hlt sich dir ich aber ersterbe dei>ne@ getreue Marianel. VORLAGE: HStAS, Signatur A 202 Bü 2840, 2 Einzelblätter, 4 beschriebene Sei- ten, 1 Zusatz von Christoph Willibald Gluck Beschädigung durch Siegelöffnung und Tintenfraß. THEMENKOMMENTAR: Die Datierung des Briefs ergibt sich aus der von Franz auf der Umschlagseite vermerkten Nummerierung der einzelnen Schreiben Mariannes. Da der 3. Januar 1749 der erste Posttag (ein Freitag) im Jahr war und Marianne in ihrem Brief vom 15. Januar 1749 (96) sich bereits danach erkundigt, ob der Brief angekommen sei, kann man unter Berücksichtigung einer minimalen Laufzeit von 5 bis 7 Tagen davon ausgehen, dass das vorliegende Schreiben zwischen 1. und 10. Januar 1749 (Freitag und Posttag), wahrscheinlicher sogar zwischen 3. und 7. Januar 1749 ver- fasst wurde. Christoph Willibald Gluck meldet sich in diesem Brief zum ersten Mal mit eigenhändigen Zeilen zu Wort und verrät mit seinen Ratschlägen zur geschick- ten Verwendung des zur Verfügung stehenden Geldbetrags seinen ausgeprägten Geschäftssinn. Marianne be¿ndet sich im Zwiespalt zwischen den sich möglicher- weise am Kopenhagener Hof eröffnenden Perspektiven eines weiteren Engage- ments mit Mingotti und ihrem auf familiären Gründen fußenden Bestreben, in Stuttgart eine Anstellung zu ¿nden. Eine besondere Rolle spielen Francesco Darbes und Paolo Scalabrini , die Mingotti die Kopenhagener Impresa streitig zu machen versuchen, indem sie der Hofverwaltung im Falle einer Übernahme der Geschäfte eine Kostenreduktion in Aussicht stellen. Der Rückzug der Köni- gin in Erwartung ihrer bevorstehenden Niederkunft, die schließlich am 29. Januar 1749 stattfand, wird von Marianne als für den Opernbetrieb nachteilig angesehen: Louisa von Dänemark war offensichtlich die eigentliche Förderin der Opern- 75 80 85
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Die Operisti als kulturelles Netzwerk Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Band 1 & 2
Titel
Die Operisti als kulturelles Netzwerk
Untertitel
Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker
Band
1 & 2
Herausgeber
Daniel Brandenburg
Verlag
Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-7001-8898-8
Abmessungen
21.0 x 29.7 cm
Seiten
1048
Kategorie
Kunst und Kultur
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