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Die Operisti als kulturelles Netzwerk - Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Band 1 & 2
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437Edition der Briefe 5 10 15 20 25 30 Brief ௘ Nr. 106 Franz Pirker aus London an Marianne Pirker in Kopenhagen, 11. Februar 1749 A Madame Madame Marianne Pirker pres>entement@ a Coppenhagen No 40. \38./ Vom 11t>en@ Febr>uarij@ >1@749. London den 11t>en@ Febr>uarij@ 1749 Herzallerliebste Marianna Weil es schon wieder bald 4 Woch>en@, daß ich von dir keinen Brief erhalten /: ausser den lezt>en@ kurzen den ich für keinen rechne als nur in so weit, daß er mich deiner guten Gesundheit versichert :/ so muß ich wieder antreib>en@ um die correspondenz zu erhalten. Dieses Stillschweig>en@, und daß du auch wegen des Gelds so sehr auf mich, id e>st@ vielmehr der Schuldner, wie ich schon so oft geschrieb>en@, vergießest machet mich nebst den Verdruß und Schand, der ich immer durch ein Loch aufzumachen, um das andre zuzustopfen um nicht arrestiret zu werden, wovon mich bishero mein industrioser Kopf gerettet, ausgesezt bin auf unterschiedliche Gedanken verfallen, die mich nicht wenig beunruhigen. Solte wohl eine unverantwortliche Schwacheit, in die du vieleicht verfallen, an dieser so gleichgiltig scheinender Ausserachtsezung schuldig seyn? Ich habe dir meine Umstände genug beschrieb>en@, und wenn ich nicht immer um Geld schreibe, bin ich darum der Gefahr nicht entgangen, sondern wenn eine vorbey, zeiget sich eine neüe, und ich mag dich nicht immer plagen, weil ich dein Unvermögen auch betrachte, und nur gar zu wohl einsehe. Verspreche mir aber nichts, und seze mir keinen Termin von 14 Dägen, denn ich habe den Schuldnern auch termin gesezt auf dein Wort, wodurch solche nur in Harnisch gebracht worden. Schreibe mir lieber glatterdings du kanst od>er@ wilst mir nichts schicken, so will \ich/ sehen wenigstens durchzugeh>en@, denn in arrest will ich hier nicht crepiren. Auf den Milord mache keinen Staat, denn er und sein Anhang sind für den Henker noch zu ehrlich \gut/. Den einzigen resource weis ich noch, daß ich dir vieleicht mit nechster Post einen Aufsaz x> von einem memorial schicken werde, welches du sehen must, daß es der Hof an hiesigen Gesandten recomandirt \ordert/, daß er es dem Prinzen, od>er@ gar dem König übergebe \und recomandiren lasse/. Findest du hierin dif¿cult>en@ od>er@ hast das Courage nicht, so mache das Creüz darüber. Ich verlange >nur@>,@ >S. 2@ daß du es gleich thust, damit du dir das regal, od>er@ den Dienst nicht dardurch >ver@derbest, sondern du kanst dich vorläu¿g dar- nach richten. Der jezige Impressario Crossa hat ihn auch durch den savoysch>en@ Gesandt>en@ zu paaren getrieben. Ein anders Ding machet mich auch zittern. Treibe ich dich so an, daß du wieder hinter den Mingotti her must, so ist mir bekant, wie
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Die Operisti als kulturelles Netzwerk Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Band 1 & 2
Titel
Die Operisti als kulturelles Netzwerk
Untertitel
Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker
Band
1 & 2
Herausgeber
Daniel Brandenburg
Verlag
Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-7001-8898-8
Abmessungen
21.0 x 29.7 cm
Seiten
1048
Kategorie
Kunst und Kultur
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