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der Briefe
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45 alsdann für eine ¿gur machen, etwa wie die cuzzoni und giaccomazzi. Die historie
vom waitch verdriest mich nicht wenig, ich bitte dich um alles von der Welt wann
du das gelt hast thue ihm recht abkappen, ich habe es ihr hier auch prav gesagt,
alleine mit de>n@ Hur>en@ ist es gar übel zu zanck>en@ thue ich alßo dissimulir>en@,
es wird aber die Zeit noch kommen, mei>n@ Gott ich habe dir ja schon oft vom
Coffre und Kleyd geschrieb>en@ mich auch schönstens bedanckt, du glaubst wir
hab>en@ hier nichts zu thun, ich habe in mein>em@ leb>en@ nicht so viel studirt, dann
jezt ist wieder der Themistocle welcher auf d>em@ Mittwoch seyn wird. Hernach
la >S. 3@ contesa dei numi welche Klug neu componirt auf der Königin fürgang,
außspeis>en@ muß mann auch, ist es alßo kein wunder wann ich dann und wann
confus schreibe.
Maledetta repetizione che mi chiamano ogni momento, è la causa che ho getato
lތingnostro in vece della sabbia, scusate adieu lieber pirker ich küße dich 1000 mal.
al caro giuseppino mille salutti, spero >che@ avrò il contento lތinverno prossimo
di godere la sua cara compagnia, intanto >ama@tevi voi due chތio sono una buona
fant>oli@na.
VORLAGE: HStAS, Signatur A 202 Bü 2840, 1 Doppelblatt, 4 beschriebene Sei-
ten TintenÀecke auf S. 3, Beschädigung durch Tintenfraß.
THEMENKOMMENTAR:
Marianne berichtet über die Versuche Paolo Scalabrinis , aus dem Ensemble Min-
gottis eine stehende Truppe für das dänische Hofopernhaus zu formen. Die an-
gebotene Jahresgage lag aber unter dem, was Mingotti schon für eine Saison zu
zahlen bereit war, und schloss überdies die sonst für die Opernleute lukrativen
Privatkonzerte mit ein. Angesichts Mingottis Plänen für eine Reise nach Holland
und das in diesem Zusammenhang möglicherweise eigennützige Verhalten des
Sante Lapis , rät Marianne ihrem Mann, eine Impresa in Brüssel, die Giuseppe
Jozzi ins Gespräch gebracht hatte (Brief vom 31. Januar 1749, 101), abzulehnen.
Dies ungeachtet der Tatsache, dass Mingotti selbst zu einer Annahme des An-
gebots geraten hatte.
Die von Cyrill Wych verweigerte Auszahlung einer Geldanweisung der
Beccheroni verärgert Marianne. Die Summe sollte der Bezahlung einer der von
Gluck bestellten Uhr dienen (s. undatierten Brief vom Januar 1749, 90). Marianne
bittet Franz darum, möglichst zu Ostern, also zum 6. April 1749, nach Hamburg
zu kommen, um sie auf der Rückreise nach Stuttgart zu begleiten sie wollte diese
Rückreise mit einigen Konzertaufenthalten an auf dem Weg liegenden Höfen ver-
binden.
Die Operisti als kulturelles Netzwerk
Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Band 1 & 2
- Titel
- Die Operisti als kulturelles Netzwerk
- Untertitel
- Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker
- Band
- 1 & 2
- Herausgeber
- Daniel Brandenburg
- Verlag
- Österreichischen Akademie der Wissenschaften
- Ort
- Wien
- Datum
- 2021
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY 4.0
- ISBN
- 978-3-7001-8898-8
- Abmessungen
- 21.0 x 29.7 cm
- Seiten
- 1048
- Kategorie
- Kunst und Kultur