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Die Operisti als kulturelles Netzwerk - Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Band 1 & 2
Seite - 454 -
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454 Edition der Briefe 35 40 45 50 55 60 65 70 scheint es mir eine intrique >sic@ von Lapis zu seyn, denn dieses weis ich gewis, daß sie den Maestro Cochi, der in Buffa Opern excellirt, auf künftiges Jahr hie- her verschrieben. Es müste nur seyn, daß sie vieleicht im Sommer über in Holland zubring>en@, und im Winter hieher wieder wolt>en@, od>er@ daß sich die Compagnie zertrennet, und etliche davon in Holland wolt>en@ kommen. Jozzi und ich wer- den uns alle erdenkliche Mühe geben hinter die Warheit zu kommen, und es dir vieleicht mit nechster Post bericht>en@. Mit lezter habe ich an Signor Mingotti ge- schrieb>en@, und ich hoffe daß du meines vom 18t>en@ id e>st@ das leztere vor diesem wirst erhalten hab>en@, in welchen ich dir >S. 2@ berichtet, daß der Skalabrini dem Jozzi geschrieben, und was er darauf geantwortet, daß du Uns berichten sollest was wir zu thun? Mit einem Wort lezter will alles thun und eingehen, wenn er nur wieder bey Uns seyn kan. Mache also daß wir nicht alle beede zwisch>en@ 2 Stühlen sizen. Schreibe bedachtsam, ausfürlich, verständlich, und ohne Verzug über derley Sach>en@ von importanz. Er könte dem Mingotti auch in Holland vie- les nuzen und dienlich seyn, massen er sehr viel dort gilt, und er mag im theater kalt od>er@ warm seyn, so würde er dennoch in Holland, od>er@ Brüssel gefallen, und beliebt seyn. Diesen lezten Ort lasse auch nicht ausser acht, überlege alles wohl, damit wir einen gewissen Winter od>er@ Carneval haben. Er will Uns als- denn auch auf der Reise compagnie mit mach>en@, und dahier ¿nden wir es nicht seine Convenienz zu seyn mit einer solchen Burantin opera und kleinen theater sich zu exponir>en@, zudem es ist es auch schon zu spät, allein ein Concert will er mach>en@ in form eines Bene¿ce, und daß sobald es möglich, damit er unter Geld kommt, die Reise mit Uns zu thun. Nun weist du seinen Willen, du kanst auserlösen, was dir am besten gefällt, und zum rathsamsten ist, denn daß er dem Skalabrini so geschwind geantwortet, ist darum geschehen, weil er gehoffet, du würdest dort, und in Diensten bleiben: Ist dieses richtig, so wird er sich schon zu einer discret>en@ pr  tention verstehen. Du schreibst aber nichts mehr davon \id e>st@ Dienst/, wenn du demnach deine intention anderstwohin hast, so gehet alles wieder mit dem Skalab>rini@ zuruck. Die Reise nach Teütschland muß im- mer vor sich gehen, es mögen ausfallen was es wolle. Der Papa hat mir auch geschrieb>en@ und macht die Dahinkunft sehr pressant, wie er denn auch so an dich geschrieb>en@ zu hab>en@ meldet, und eine Antwort erwartet. Wegen des Geldes von Milord habe ich dir in meinen vorigen genugsam zu verstehen gegeb>en@ in was für einem Stande sich die Sachen be¿nden. Ich will ihn tormentir>en@, auf- pässen, und verfolg>en@ genug, ob es aber helfen wird weis der Himmel. Getraust du dir ein recomandation an hiesig>en@ Gesandt>en@ wegen \unsers Gelds/ aus zu wirken, ist es das allerbeste, wie wohl mir Herr von Zeher schlechte Hofnung hierzu gegeb>en@, und mich fast von diesen Gedank>en@ abgebracht, gleichwie ich dir leztens geschrieb>en@. tentare licet. Auf die Miladies How, und Midlesex hast du auch gänzlich vergess>en@, auch auf der ersten ihr>en@ Brief kein Wort mehr davon in deinen Schreib>en@ Meldung gethan. Es kommt dir erschreklich schwer
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Die Operisti als kulturelles Netzwerk Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Band 1 & 2
Titel
Die Operisti als kulturelles Netzwerk
Untertitel
Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker
Band
1 & 2
Herausgeber
Daniel Brandenburg
Verlag
Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-7001-8898-8
Abmessungen
21.0 x 29.7 cm
Seiten
1048
Kategorie
Kunst und Kultur
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