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Die Operisti als kulturelles Netzwerk - Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Band 1 & 2
Seite - 471 -
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471Edition der Briefe 35 40 45 50 55 60 65 70 werde, und der Courier würde es auch schwerlich angenohmen haben. Apropos bi>tte@ dich gegen ihn höÀich zu seyn und ihm deine Dienste id e>st@ im gebür- lich>en@ zu offerir>en@. Ich habe ihm mit einer Jozzisch>en@ und Jomellisch>en@ Sinfonie >S. 2@ und ein>em@ a Trè von Dubourg ein present gemacht. Es ist eben nicht nöthig daß sonst jemand weiß, daß du was durch ein>en@ Courier erhalten. Wäre von Wich das Geld eingekommen, so hätte ich vieleicht die Uhr selbst mit gebracht gegeben. Das beste wäre gewest, so du den Brief in mein>en@ ein- geschlossen hättest, so hätte ich ihn selbst eingehändigt, und alsdenn hätte ers nicht läugnen können. Ich habe den Brief selbst gesehen von Hamburg, wo darin stehet: es seye eine Rede hier in Hamb>urg@ Monsieur Gluck hätte die Signora Beccaroni geheürathtet >sic@. Du schreibst nichts was mit der Turcotti, und Hager wird? Es ist ganz richtig, daß der Lapis wegen der hiesig>en@ Buffa compag>nie@ gelog>en@, denn aufs Jahr spiel>en@ sie wieder hier, und Opera seria solle auch werd>en@, aber Englich. Ich vertraue aber dieses leztere von der serieusen \dir/ ganz allein. Wegen Brüssel dauret es mich rechtschaff>en@, daß alles schon solle verstellet seyn. Wir wollen hören, was auf des Jozzi seine 2 Brieffe für eine Antwort fol- get, der vertrackte contrair Wind wird uns solche lang aufgehalt>en@ hab>en@, wie vieleicht gegenwärtig>en@. Der Courier aber ist nicht des Windes weg>en@ hier aufgehalt>en@, sondern der langsamen expedition des gut>en@ alt>en@ Gesandt>en@, od>er@ vieleicht hält er ihn wegen der \bis auf die/ Entbindung der Prinzeß von Walis so lang hier auf. Der Laschi und sie gehen noch immer unterweil>en@ zum Prinz>en@. Der Cammerdiener vom Witch hat mir geschwor>en@, sein Herr hätte keinen Brief erhalt>en@, morgen gehe ich wieder zu ihn, und ich werde meine Plag beym Milord und durch den Drechß auf das eifrigste fortsezen, um dich so bald es möglich recht embrassiren zu können, du schreibst freilich mir grossen Trost zu, daß ich nur Grillen in Kopf des wegens wegen habe. Gott gebe es, so bin ich der glücklichste Mensch von der Welt, solte ich aber mit der Zeit das Wiederspiel er- fahren müssen, so kanst du dir das Unglück leicht vorstell>en@. Unterdessen werde ich mich allgemächlich zur Reise anschicken, und alles in der Welt thun um Geld zu erhalt>en@. Lasse unterweg>en@ dem Milord insolent zu schreib>en@, denn es wäre sonst alles auf sein Lebensdag verlohr>en@. Er macht wied>er@ auf das Jahr Opera wie ich schon geschrieb>en@, und heüte hat der Crossa seine Bene¿ce, daß also die ganze Welt erkenn>en@ muß, daß er nicht der wahre impressario, sondern der Milord. Ich danke dir für den Titl, Arien und gratulire dir zum applaus, wie auch der Jozzi, er läst sich dir schönstens und 1000mahl empfehl>en@. Er wird dem Scalabrini heüte od>er@ mit nechster Post /: wenn er nicht so bald nach haus kommt heüte :/ wieder schreiben, und ich habe ihm alles wohl eingeprägt und explicirt, auch seiner freyen Wilkür überlassen. Von Brüssel sagt er mir sehr viel gutes für, und es schmerzet ihm die Zeitung, so du Uns der Pantomimi wegen geschrie- ben. In meinen Vorig>en@ wirst du vernohm>en@ hab>en@, daß der Guilaume ohne Reginelli hieher gekommen, daß er vorgiebt, er wolle nach Holland pp und daß
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Die Operisti als kulturelles Netzwerk Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Band 1 & 2
Titel
Die Operisti als kulturelles Netzwerk
Untertitel
Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker
Band
1 & 2
Herausgeber
Daniel Brandenburg
Verlag
Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-7001-8898-8
Abmessungen
21.0 x 29.7 cm
Seiten
1048
Kategorie
Kunst und Kultur
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