Seite - 473 - in Die Operisti als kulturelles Netzwerk - Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Band 1 & 2
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473Edition
der Briefe
THEMENKOMMENTAR:
Der Brief antwortet auf den Mariannes vom 1. März 1749 (111) und greift Themen auf,
die schon in den vorangegangenen Schreiben erörtert wurden. Darüber hinaus geht es
auch um letzte Neuigkeiten aus dem Londoner Theaterleben: Der Earl of Middlesex
hatte angeblich seine Impresa auf Giovanni Francesco Crosa übertragen (King / Willaert,
Giovanni Francesco Crosa, S. 253–255), um sich aus den Risiken des Operngeschäfts zu-
rückzuziehen, was Franz aber nicht glaubte. Die Nachricht, dass die Truppe des Filippo
Nicolini sich ab Sommer 1749 in Brüssel aufhalten werde und damit als Konkurrenz die
Überlegungen Pietro Mingottis zunichtemachen könnte, erschwerte auch eine mögliche
Wiederbegegnung von Jozzi und Franz mit Marianne, die in Brüssel vom Reiseweg her
leichter zu bewerkstelligen gewesen wäre als in Kopenhagen.
Das Teatro San Giovanni Grisostomo in Venedig kannten die Pirkers aus den Jahren
1743– 44 und war für sie das Musterbeispiel eines schönen Theaters.
EINZELSTELLENKOMMENTAR:
> von 1t>en@ hui>us@:@ Brief 111.
> seit den von 25t>en@ Febr>uarij@ so ich dir p>er@ Einschluß geschicket:@ Brief 110,
der mit dänischer Kurierpost versandt wurde.
> den 7t>en@ huius an dich geschrieben:@ Brief 113.
> des Signor Angelo sein Gesang chi è pi sfortunato di me:@ In Analogie zu
„Signor Pietro“ könnte Franz hier Angelo Mingotti meinen und „Gesang“ metaphorisch
im Sinne von „wiederholter Klage“ verwenden.
> piquant, equivoque, noch so kaltsinnig:@ Spitz, zweideutig und teilnahmslos.
> eine falsche scrittur:@ Einen falschen Engagementsvertrag.
> auch statt deines sein Of¿ciu>m@ mit geschickt:@ Marianne hatte um die Über-
sendung ihres Gesangbuchs gebeten (s. undatierten Brief vom Januar 1749, 90).
> mir nichts von Turcottisch>en@ Sach>en@ zu meld>en@:@ Die Bestellungen der
Sängerin Turcotti .
> mit einer Jozzisch>en@ und Jomellisch>en@ Sinfonie a Tre von Dubourg:@ Um
welche Kompositionen von Giuseppe Jozzi , Niccolò Jommelli und des Violinvirtuosen
und Komponisten Matthew Dubourg (1703–1767) es sich gehandelt hat, lässt sich nicht
mehr ermitteln.
> von Wych das Geld:@ Geld, das Sir Cyrill Wych auf Gaspera Beccheronis
brieÀiche Anweisung an Franz auszahlen sollte.
> Monsieur Gluck hätte die Signora Beccaroni geheürathet:@ Gluck hatte mit
Gaspera Beccheroni in Hamburg eine Affäre, mit für ihn gravierenden gesundheitlichen
Folgen.
> was mit der Turcotti, und Hager wird?:@ Franz interessierte sich dafür, ob Chris-
toph Hager und Maria Giustina Turcotti ebenfalls in Kopenhagen mit Paolo Scalabrini
in Verhandlungen standen.
> der Lapis wegen der hiesig>en@ Buffa compag>nie@ gelog>en@:@ Die Truppe
Die Operisti als kulturelles Netzwerk
Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Band 1 & 2
- Titel
- Die Operisti als kulturelles Netzwerk
- Untertitel
- Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker
- Band
- 1 & 2
- Herausgeber
- Daniel Brandenburg
- Verlag
- Österreichischen Akademie der Wissenschaften
- Ort
- Wien
- Datum
- 2021
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY 4.0
- ISBN
- 978-3-7001-8898-8
- Abmessungen
- 21.0 x 29.7 cm
- Seiten
- 1048
- Kategorie
- Kunst und Kultur