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526 Edition der Briefe
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45 dite chތio sono neglicente, due sono del caro Jozzi e tre di voi. penserò bene al
affare di Scalabrini, e poi gli parlerò, e diman lތaltro vi risponderò in forma, ma
lތAffare di amsterdam sarà dif¿cile ad eseguire, masimo wann du nicht kommen
kanst dan mit d[em] Jozzi allein will ich absolute nicht seyn. poi ist es entsezlich
auß meine[m] Weeg, basta salutatelo caramente, e dite che risponderò alle sue
care lettere, che non trascuri lތaffare di bruselles dimani è la nostra serenata
dei numi, oggi la prova, vi scrivo questa per[c]hé lތultima posta non vi ho scrito,
ma voi avrete intanto ricevuto molte delle mie lettere. già sapete che qui non
avete pi a scrivere ma per hamburgo. addio vogliatemi bene e bacciate Jozzi per
me, farò tutti in questo Mondo che siamo insieme per lތinverno ma certamente
non a Coppenh[agen] dunque che lui pensi al suo interesse e che non ci rinfaccia
poi col tempo farò col Scal[abrini] tutto quello troverò per il suo interesse,
ed onori¿co, ma quel birbo non vorrà spendere e manco delle 500: non gli posso
consigliare [S. 3] addio caro pirker vi abbraccio, vogliatemi bene, e non mi fate
corni, salutate il nostro compagno o come ho riso delle sue lettere. deine getreu
M[ari] A[nne] addio.
Die Brife sind von 25:t[en] und \2: von/ 28:t[en] Martij wie auch des Jozzi seine.
VORLAGE: HStAS, Signatur A 202 Bü 2840, 1 Doppelblatt, 4 beschriebene Sei-
ten Beschädigung durch Siegelöffnung und an den Faltkanten.
THEMENKOMMENTAR:
Hauptthema des Schreibens sind Mariannes beruÀiche Pläne: Sie will möglichst
bald nach Stuttgart reisen, um sich um die Nachfolge der Francesca Cuzzoni zu
bemühen und zu verhindern, dass ihr die Kollegin Giustina Turcotti oder eine
Sängerin aus Bayreuth zuvorkommen. Je nach Auskunft zur Lage in Brüssel und
Pietro Mingottis weiteren Plänen, zieht sie für den Winter entweder ein Engage-
ment unter Mingottis Führung oder im Rahmen einer eigenen Impresa mit ihrem
Mann, wie sie Jozzi schon vorgeschlagen hatte (Brief vom 31. Januar 1749, 101),
in Betracht. Diese Überlegungen fußten offensichtlich auch auf der Erkenntnis,
dass Paolo Scalabrini , wie bereits aus seinem Angebot an Jozzi zu ersehen,
nicht über die Mittel verfügte, eine angemessene Gage auszuzahlen.
EINZELSTELLENKOMMENTAR:
< > ¿chtet mich die Affaire von Jozzi nicht wenig an:] Bekümmert mich nicht
wenig (Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch, s. v. anfechten). Marianne
wusste nicht, was sie Giuseppe Jozzi bei seinen Bemühungen um ein Engage-
ment raten sollte, ohne die eigenen Interessen in Gefahr zu bringen.
< > die Cuzzoni nicht mehr zuruk kommt:] Francesca Cuzzoni hatte ihren
Dienst in Stuttgart Àuchtartig verlassen (Brief vom 1. und 5. November 1748, 67).
Die Operisti als kulturelles Netzwerk
Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Band 1 & 2
- Titel
- Die Operisti als kulturelles Netzwerk
- Untertitel
- Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker
- Band
- 1 & 2
- Herausgeber
- Daniel Brandenburg
- Verlag
- Österreichischen Akademie der Wissenschaften
- Ort
- Wien
- Datum
- 2021
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY 4.0
- ISBN
- 978-3-7001-8898-8
- Abmessungen
- 21.0 x 29.7 cm
- Seiten
- 1048
- Kategorie
- Kunst und Kultur