Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Kunst und Kultur
Die Operisti als kulturelles Netzwerk - Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Band 1 & 2
Seite - 555 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 555 - in Die Operisti als kulturelles Netzwerk - Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Band 1 & 2

Bild der Seite - 555 -

Bild der Seite - 555 - in Die Operisti als kulturelles Netzwerk - Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Band 1 & 2

Text der Seite - 555 -

555Edition der Briefe 5 10 15 20 25 30 Brief ௘ Nr. 135 Franz Pirker aus London an Marianne Pirker in Hamburg, 29. April 1749 A Madame Madame Marianne Pirker à Hambourg Chez Monsieur Rezzani. No 56. 54. vom 29t[en] Apr[ilis] [1]749. London den 29t[en] Apr[ilis] 1749. Herzallerliebste Marianna Dieses ist der 4te Brief, den ich dir nacher Hamburg schicke. Es wird dir vieleicht mein lezter Brief wunderlich vorgekommen seyn, daß ich so in einem Huy ab- gebrochen, die Ursach ist, daß ich ganz ein anders Systema von der Rechnung fertig gemacht, und damit die Zeit verlohren, weil ich alle meine Ausgaben aus- gesezt, womit aber ein sehr weitläu¿ger Einschlus hätte gemacht werden müssen, habe mich also etwas zu spät entschlossen es so zu thun, wie du es wirst erhalt[en] haben. Ich bin auch darüber alles noch in ein bessers Compendium zu bringen, und vieleicht bekomst du es noch in Hamburg. Nun komme ich auf das wesentliche. Morgen werde ich die Antwort von Milord erhalten, so mir sagen lassen, ich könne kommen wenn ich will, allein dieser Dägen her war er so beschäftigt, daß ich unmöglich vorkommen können. Er hat mich recht erbarmt, da ich mit ihm geredet. Es geschahe alzeit mit abgedekt[en] Hut, die Hofnung ist gut, so er mir gegeb[en], solte das Werk mit eintreffen, so könte ich mich mehr als glüklich nennen, denn die Umstände sind nicht darnach wie du gleich hören wirst. Er hat gesagt, daß du \dich/ hier so aufgeführet hättest, daß er allezeit dich in gutter Gedächtnis erhalten und für dich portirt seyn wolle. Vaneschi hat einen gedrukte Schrift wied[er] den Crosa herausgeb[en] lassen, Crosa wied[er] eine Gegenschrift, und den Contract von Milord völlig darin. Vaneschi ist entsezlich zerlästert, der Milord hat auch seinen Theil bekommen. Nun hat Vaneschi wied[er] eine replica drucken lassen, wo er den Crosa greülich durchziehet, es heisset aber Crosa wolle eine duplica herausgeben, in welch[en] er original Brieffe wolle drucken lass[en][.] unterdessen hat Crosa für sich lezt[en] Sonnabend Opera gehalt[en] bey einem steckvoll[en] Haus unter den Nahmen eines Bene¿ce von der Melini. das halbe Orchester, nemlich alle Milordische spielten nicht, Baroni und die übrige aber nebst den Schola /: so statt des Pardies geschlagen, und in Spanien mit den Joli gehet :/ hielt[en] sich so wohl, daß man als wenn das ganz orchester gewest wäre. Die Hauskipper /Portinai\ wolt[en] auch nicht kommen, er hat aber andre gesezt, und Samstags hält er wied[er] Opera, und vor dein [sic] Feüerwerk hat er etwas neües auf den Fried[en] gerichtetes eigents componir[en] lass[en] worauf Frasi, Gali, Giacomazzi singen werden. Diese leztere hat gestern ein so elendes Bene¿ce,
zurück zum  Buch Die Operisti als kulturelles Netzwerk - Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Band 1 & 2"
Die Operisti als kulturelles Netzwerk Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Band 1 & 2
Titel
Die Operisti als kulturelles Netzwerk
Untertitel
Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker
Band
1 & 2
Herausgeber
Daniel Brandenburg
Verlag
Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-7001-8898-8
Abmessungen
21.0 x 29.7 cm
Seiten
1048
Kategorie
Kunst und Kultur
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Die Operisti als kulturelles Netzwerk