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Die Operisti als kulturelles Netzwerk - Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Band 1 & 2
Seite - 561 -
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561Edition der Briefe 5 10 15 20 25 30 Brief ௘ Nr. 136 Franz Pirker aus London an Marianne Pirker in Hamburg, 2. Mai 1749 A Madame Madame Marianne Pirker à Hambourg. Chez Monsieur Rezzani. No 57 \55./ Vom 2t[en] May [1]749 London den 2t[en] May 1749 Herzallerliebste Marianna Dieses ist der 5te Brief nach Hamburg, den ich zwar nicht geschrieben hätte, weil du ohnedem die andern 4 dort ¿nden wirst, und heüte nichts extra neües passiret, nachdem ich aber eben dein werthestes von 22t[en] Aprilis erhalten, so habe immediatè antwort[en] wollen, obwohl es mir sehr leyd thut, daß ich meine privat Rechnung was ich die ganze Zeit her däglich ausgegeben, nicht in Stand gebracht id e[st] in einen Brief zu schicken, weil ich nicht willens war heüte zu schreiben. Dieses will ich nur melden, daß ich in meiner vorigen Rechnung der Friederich und Stickerin ihre völlige Zahlung p[er] 10 Sch[illing] nicht beygesezet. Nun komme ich auf deinen Brief, welcher mir vor Freüden ausser mich gesezt, wie wohl ich anfänglich ganz perplex geword[en], daß du von einen Wechßel redest, und ich im Brief keine WechßelZettl gefunden, die ich verlohren zu seyn ge- dachte, allein nachdem ich den Brief und Pitschaft recht examiniret, und über- lesen, funde ich das leztere unversehrt, und aus den Innhalt vermuthe ich, daß du den WechßelZettl mit nechster Post schicken werdest. Du hast mir dardurch das Leben 2 mahl gegeb[en], wegen meiner, und wegen des Jozzi, mache dir auch hierüber keinen Kummer, denn es ist nichts verlohren, und es ist kein besserer Zahler als er, und sein gröstes Lamentir[en] war einzig, daß er bishero einen Galanthome der ihm in Paris 30 Louis dތor geliehen mit solcher Genereusitè und noblement, wie ich aus dessen Brief selbst gesehen, diese Summa nicht restituiren können, und destwegen hat er mir öfters zwar ganz dunkel zu gehöre geredet, daß ihn alle seine Freünde in der grösten Noth stecken lassen, welches er niemahl geglaubt hätte. Ich habe nichts geantwortet sondern immer gehoffet ihm mit der That anderst überweisen zu können wessentwegen ich dir auch unendlich verbunden, und dir selbst soll es nothwendig eine Herzensfreüde seyn, daß du dieses [t]hun können. Schlägt sein Bene¿ce gut aus, welches anfängt sich besser zu zeigen, deroweg[en] er es auch auf den 5t[en] May Engl[ischen] Stil[o] verschob[en], und zahlt mich der Milord od[er] wenigsten etwas, so hast du diese Summa unverlohren wieder gleich zuruck, und also hilft eines dem andern, od[er] ich werde es mit Klugheit und sichern interesse zum Comissionen [S. 2] anwenden, daß wir daß Gleich das Geld gleich wieder heraus bekommen. Wegen
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Die Operisti als kulturelles Netzwerk Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Band 1 & 2
Titel
Die Operisti als kulturelles Netzwerk
Untertitel
Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker
Band
1 & 2
Herausgeber
Daniel Brandenburg
Verlag
Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-7001-8898-8
Abmessungen
21.0 x 29.7 cm
Seiten
1048
Kategorie
Kunst und Kultur
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