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der Briefe
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40 pensate di riunirci un’abbraccio e sono vostra fedeli[ssi]ma moglie. non lasciate
leggere questa a Jozzi, darei la metà
[Nachschrift S. 2 oben:] la peruzzi ha parlato assai male di me, e dice che io non
abbia mai cantato sopra un teatro di merito.
[Nachschrift S. 2 links:] papa und mama vi riveriscono di core, die Kinder küß[en]
dir 1000 mal die Hände. Das ware ein jubel geschrey wie ich gekomm[en] bin.
Herr neußinger emp¿ehlt sich schönstens. er sagt er will mir in all[em] helff[en].
Die pieruzzi ist ein teufel.
VORLAGE: HStAS, Signatur A 202 Bü 2840, 1 Einzelblatt, 2 beschriebene Sei-
ten, 1 Beilage (Zusatz von Franz Pirker (Briefnummerierung), 9 x 5,5 cm).
THEMENKOMMENTAR:
Marianne berichtet von den schwierigen Reisebedingungen der Zeit, den offenen
Postwagen, in denen die Reisenden Wind und Wetter ausgesetzt waren. Ein Engage-
ment Giuseppe Jozzis bei Mingotti könnte sie ihrer Meinung nach in Bedräng-
nis bringen und dem Impresario zusätzliche Kosten verursachen. Wie im weiteren
Verlauf des Briefwechsels ausgeführt werden wird, ging es im Wesentlichen dar-
um, dass mit einer zusätzlichen, eigentlich überzähligen Kraft für erste und zweite
männliche Partien, die auch mit den vorhandenen Sängerinnen besetzbar gewesen
wären, das übliche System der Rotation („a vicenda“) weiter ausgereizt werden
musste. Das hätte auch Marianne dazu gezwungen, auf Auftritte zu verzichten.
Zum Beleg der angespannten ¿nanziellen Lage Mingottis verweist Marianne auf
den Umstand, dass das Reisegeld für die Mitglieder des Ensembles nach der nicht
sehr ertragreichen Saison in Kopenhagen nicht aus den Einnahmen ¿nanziert wer-
den konnte.
EINZELSTELLENKOMMENTAR:
< > la precautione del tobaro di cera:] tabarro.
< > una vostra in data 9:May:] Brief 139.
< > maledetto labroche:] Labrosse war der damalige Vermieter Franz Pirkers
(Quartiere ).
< > Mingotti:] Pietro Mingotti , Impresario.
< > il duca:] Carl Eugen, Herzog von Württemberg .
< > il Marechiallo:] Vermutlich Ferdinand Reinhard Freiherr von Wallbrunn ,
Oberhofmarschall in Stuttgart.
< > colle ragazze:] Die Töchter Aloysia und Rosalia.
< > Milord vi dia tutto:] Charles Sackville, Earl of Middlesex , Impresario.
< > per pro¿tarmi della corte di durlach e darmstatt:] Marianne wollte die
Residenz des Markgrafen Karl Friedrich von Baden-Durlach (1728 –1811) in
Karlsruhe und die Residenz des Landgrafen Ludwig VIII. von Hessen-Darmstadt
Die Operisti als kulturelles Netzwerk
Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Band 1 & 2
- Titel
- Die Operisti als kulturelles Netzwerk
- Untertitel
- Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker
- Band
- 1 & 2
- Herausgeber
- Daniel Brandenburg
- Verlag
- Österreichischen Akademie der Wissenschaften
- Ort
- Wien
- Datum
- 2021
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY 4.0
- ISBN
- 978-3-7001-8898-8
- Abmessungen
- 21.0 x 29.7 cm
- Seiten
- 1048
- Kategorie
- Kunst und Kultur