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Die Operisti als kulturelles Netzwerk - Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Band 1 & 2
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620 Edition der Briefe Brief ௘ Nr. 157 Franz Pirker aus London an Marianne Pirker in Stuttgart, 10. Juni 1749 A Madame Madame Marianne Pirkerin pres[entement] à Stoutgart fr[anc]o Par Frankfourt No 65 63. Vom 10t[en] Juny [1]749. No 6. London den 10t[en] Juny 1749 Herzallerliebste Marianna. Dergleichen Schreib[en] wie deines von 29 May No 2 habe ich mir zuvor ein- gebildet, denn, so die Brieffe wie Gespräche wären, so könte auf die Frage gleich die Antwort folgen, welches in erstern unmöglich. Mein darauf folgendes wird dich auf ganz andere Gedanken gebracht haben. Auf gewisse Arth hat jedes recht, es kommt nur auf die Überlegung, Bericht, und Auslegung an. Ich seze nur zum Voraus, und Betrachtung, ob der Preys und anderter Mann dem Jozzi aller Orten sehr nachtheilig gewesen wäre? Die Antwort kan nicht anders ausfallen als ja: Nun müssen Mittel ausgefund[en] werd[en] dieses zu verhinderen, wenn du anderst nicht wilst ihn auf ewig müssen, denn mit heütiger Post empfange ich eine Antwort vom Mingotti, womit er ihn völlig entlasset. Seine Gründe haben auch gewisser massen seine meinen Beyfall. Jozzi ist aber mit dem völligen Vorsaz mit Uns sich zu vereinigen von hier abgereiset also glaube ich daß er seinerseits alles beytragen wird. Ich schreibe ihm auch heüte gleichförmig, und bite ihn, er solle dem Mingotti /: welcher mich berichtet, daß er mit eben dieser Post an ihn schreibe, und alles völlig absage :/ nicht ehender antworten bis ich ihm /: Jozzi :/ nochmahl[en] geschrieb[en], und vieleicht von dir ein Brief einläuft. Daß ich dir so geschrieb[en], brachte mich die Verwirrung, in die mich Jozzi gesezet, dahin, denn er war ein rasender Mensch, ich konte nicht schlaffen, und stellte mich demj dennoch so, und hörte ihn die ganze Nacht seüfzen, und sich herum welzen, beym Dage hat er seine ganze Gestalt verändert, daß ihm jedermann fruge, was ihm wäre? Er hatte es mit dem Mingotti, du kanst es leicht errathen warum? machte mich derohalb[en] auch so an ihn schreib[en]. Du kanst alles beylegen durch vernünftige Brieffe an Jozzi, und Mingotti. Ich werde meines auch thun, so viel mir möglich. Wäre dein Brief eher, als des Mingotti seiner eingelauffen, so hätte es nichts zu bedeüten gehabt, aber so kanst du mich nicht verdenken, daß ich unpartheisch geurtheilet, nicht eüerebeyden [sic] Verdienste zu wägen, nein, son- dern den Nachtheil betrachtend, die er als ein Musico di Credito erduldete, wenn er v[erbi] g[ratia] an ein[en] Hof, theater von Ital[ien] pp käme, und sich müste vorrucken lassen, er habe den anderten Mann, NB nicht allein [S. 2] unter dir, 5 10 15 20 25 30
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Die Operisti als kulturelles Netzwerk Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Band 1 & 2
Titel
Die Operisti als kulturelles Netzwerk
Untertitel
Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker
Band
1 & 2
Herausgeber
Daniel Brandenburg
Verlag
Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-7001-8898-8
Abmessungen
21.0 x 29.7 cm
Seiten
1048
Kategorie
Kunst und Kultur
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