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Die Operisti als kulturelles Netzwerk - Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Band 1 & 2
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661Edition der Briefe 160 165 170 175 180 185 190 herzlieb[en] Elter küsse ich die Hände, und dich im Gedanken, habe mich lieb, wie ich dich, vergesse des armen Jozzi nicht, ich liebe und schäze ihm hoch seiner meriten /: und seines nicht \allein/ in der Musiqs :/ und seines gutten Herzens, und ehrlicher Manier zu denken wegen, Adio lebe wohl ich bin dein bis in Tod getreüer Pirker [Nachschrift S. 3 oben:] Nun hoffe ich, daß der Peruzzi werde das Maul gestopfet seyn. Die Violette solle halt gleichwohl mit dem Garrick verheürathet seyn. Er ist nur zu gut für sie, denn er ist reich, und wird es noch mehr der Erbschaft und von Comœdien werd[en], ein guter Edelmann, dem seine Freünde woll[en] 1000 lb St[e]rl[ing] jährlich geb[en], wenn er nicht mehr agiret, und ein gutter, gescheider, und gelehrter Kerl. Aber ihres Hochmuths wegen wunderts mich. Die Giacco- mazzi läst sich empfehl[en], diese ist recht unglücklich hier gewest, sie läst sich recomandir[en], wenn irgends eine Conjunctur für sie wäre. [Nachschrift S. 2 oben:] In diesen Augenblick, da ich den Brief zupitschiren will, erhalte ich deines von Ludwig[sburg] vom 6t[en] hui[us]. Es ist solches solle No 3 seyn, item 2 vom armen Jozzi. Er redet, daß er nicht lang mehr leb[en] wird, er muß sagt \er/ wied[er] hieher sonst weis er nicht was er anfang[en] soll. Du solst ihm zu gefall[en] über Cleve gehen, daß er dich zuvor noch einmahl zu seh[en] bekomme. Er schickt mir die Copia von Mingotti, welche sehr höÀich und ich ganz zufrieden damit. Jozzi will gern alles thun a vicenda, und alles was wir stabilir[en]. Schreibe also um Gottes willen dem Mingotti, und ich se Jozzi, daß er nach Stutgart kommt, denn er machet gleichwohl noch ein Concert im Haag und wird also Geld hab[en]. Er ist ja auch fast ein Contralt, Montolieu wird auch das seine beytrag[en], unterdessen bist du schon aufgenohmen, und thut dir kein[en] Eintrag, kommt er nicht in Dienste, so bekomt er doch ein regal, daß ihm die Unkösten nacher Hamb[urg] wieder gut macht. Er bitet mich um alles in der Welt, ich solle bey dir alles wieder reparir[en], er hat es nicht so gemeint. Er will quieto seyn, und erwart[en] was wir mit ihm thun werden, dތEgli heiset es, chތio farò tante a vicende, che volle. Mingotti wird auf mein[en] und deine Brief ge- wis thun was wir ihm proponir[en], es ist so arg nicht als ich geglaubt, schreibe. schreibe. Die Reis nach Stutgart wird ihm über 20 Duc[a]t[en] nicht kost[en], ich habe mich informirt[.] Ich winsche dir 1000 Glücke, und deine und der Kin- der Progressen erfreüen mich inniglich. Mit nechster Post werde dir ausfürlich antwort[en]. VORLAGE: HStAS, Signatur A 202 Bü 2839, 1 Doppelblatt, 4 beschriebene Sei- ten Beschädigung durch eingerissenen Rand auf S. 3/4. THEMENKOMMENTAR: Franz beschäftigt sich in diesem Brief vor allem mit dem Ergebnis der Verhand- lungen zwischen Giuseppe Jozzi und Pietro Mingotti , dessen Reaktion auf die
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Die Operisti als kulturelles Netzwerk Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Band 1 & 2
Titel
Die Operisti als kulturelles Netzwerk
Untertitel
Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker
Band
1 & 2
Herausgeber
Daniel Brandenburg
Verlag
Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-7001-8898-8
Abmessungen
21.0 x 29.7 cm
Seiten
1048
Kategorie
Kunst und Kultur
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