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Die Operisti als kulturelles Netzwerk - Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Band 1 & 2
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667Edition der Briefe 35 40 45 50 55 60 65 70 Ming[otti] geschrieb[en], daß wir uns mit einander versteh[en] würden, und daß ich garant wäre, daß er nicht den geringst[en] verdruß hab[en] würde, du kanst ihm alßo aufrichtig schreib[en], daß wann es allenfalls noch Zeit seyn solte daß ihm mingotti nimmt, so solle \er/ ja keine weitere dif¿cultet mach[en] und sogleich die vicenda eingeh[en], perché vi replico che lascierò la vita, ma non farò assoluto giamai a Coppenhaghen altra parte che a vicenda, e saprò sostener il mio punto, Maledeto Jozzi con la sua ostinatione ora la sua fortuna e lތessere per sempre con noi, stà nelle mie mani che poi vi dirò il tutto aber ist es möglich daß er so gar nachläßig ist, und den Ming[otti] gar nicht selbst antwort? wo hat er dann geseh[en] daß mann durch die 3:te Hand ein[en] Contract schliest, und dießes ist eb[en] die ursache warum Ming[otti] so erbittert über ihn ist. ich habe ihm geschrieb[en], er soll d[en] Brif wo er ihn licentirt ignorir[en], und sich mit ihm accordir[en], thut er dießes nicht, so kan ich ihm nicht mehr helffen. Ich habe schon gar oft ignorirt, die stichel red[en] so du in dei[nen] Brif[en] giebst, [S. 3] und den argwohn so du auf mich hast, allein ich sehe daß du vorfährst ein Narr zu seyn, dießes ist mir absolute unerträglich, und dieses wird dir von de[m] saubern Herrn Jozzi eingeraut, ich rathe dir dein[en] humeur zu ändern, oder \gar ohne mir/ zu bleib[en], dann meine fatique und gutheit so ich für dich und deine familie trage, meritir[en] absolute nicht eine solche undankbahrkeit, Gott weiß es wie ich mich fatiquire, und wie ich mich hier abschreye, um ein stückl Brod zu erwerb[en], wann du nur betrachst daß ich inerhalb 8: Monath die reiße von und nach Coppenh[agen] dreymal mache, wo ¿ndet sich in der Welt ein Weib welche mir es nachthäte, wieviel Nächte muß ich nicht sacri¿cir[en] um da und dort hin zuschreib[en], und hernach soll ich noch geplagt seyn, unschuldiger Weiße? gott bewahre dieße Haußhaltung aufs künftige, hier Wird es gar nicht angehen. Das schreib[en] von Hamb[urg] habe erhalt[en]. o was ist die peruzzi hier für eine Elende creatur, wie habe ich sie zu grund gericht. en¿n ich muß dir doch bericht[en] daß ich vor 8: täg[en] /: aufs künftige nach meiner Retour :/ in hießige Dienste angenomm[en] \word[en]/ bin, und zwar mit all[en] avantagen so mann wünschen kan, dann ich habe nicht nur der Cuzzoni ihre Besoldung, sondern habe die Helfte naturalien, welche mann gedoppelt verkauft, mithin komme ich auf 1800 À. ich allein, hernach wird mann dir nach dein[en] meriten auch eine Besoldung außwerf[en], dann mann will dich zu erst höre[n], wann ich eine schöne arie welche neu von Klug ist, so sage ich sie seye von dir, in somma ich kan mich recht glückl[ich] nenne[n], obwohln ich mich wie ein[en] Hund fatiquire, überdieß must du [wissen,] daß mann hier den Tax zahl[en] muß, und zwar d[en] 4.t[en] theil von einer JahrsBesoldung damit ich nun dießen schad[en] überhob[en] werde, so geht meine Besoldung ein 4:tel Jahr zuvor an, ehe ich wieder von Dännemark komme, es hat wohl recht hart gehalt[en], daß ich wieder weg gehe, alleine ich glaubte ganz gewiß in des jozzi compagnie aldort[en] zu seyn, wiedrig[en] falls bin ich versichert daß mich Ming[otti] um mein Glück nicht zu verhindern, entlassen hab[en] würde, anjezo muß ich per reputation
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Die Operisti als kulturelles Netzwerk Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Band 1 & 2
Titel
Die Operisti als kulturelles Netzwerk
Untertitel
Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker
Band
1 & 2
Herausgeber
Daniel Brandenburg
Verlag
Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-7001-8898-8
Abmessungen
21.0 x 29.7 cm
Seiten
1048
Kategorie
Kunst und Kultur
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