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Die Operisti als kulturelles Netzwerk - Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Band 1 & 2
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668 Edition der Briefe 75 80 85 90 95 100 fort, sonst[en] hatte könte mann glaub[en] ich wäre eine prahlerin, obwohln Ming[otti] ohne mir schlecht zu Coppenh[agen] würde empfang[en] word[en] seyn erkenne dahero nicht allein von gott, sondern auch von deiner arm[en] frau, die Mühe so ich mir gebe, danke ihm davor, mich aber wiße künftighin beßer zu menagir[en] als du in vergangen[en] Zeit[en] gethan, da du doch siehst daß das künftige Wohl deiner Familie pur an mir liegt. ob die lieb[en] Eltern und Kinder erfreuet sind, laße ich dir selbst[en] eracht[en]. nun komme ich auf den undan- ckbahr[en] Jozzi, du must wiß[en] daß es bey mir stehet ihn hier in Dienst[en] zu bring[en], der Herzog nente mir d[en] Reginelli, ich aber habe ihn prav ver- acht, hingeg[en] hab[en] d[en] Jozzi so herauß gestrich[en], daß er schon curios ist ihm zu hör[en] ingrato, und da ich so für ihn sorg[en], hat er bedenk[en] a vicenda mit mir zu [S. 4] mach[en]? gott verzeihe es ihm, alleine ich stehe nicht davon ab, und solte ich zu Hamburg seyn, und er wäre obstinadl, so ginge ich wieder zuruk, avvisire es ihm alßo, und mache nicht daß du und ich uns hernach den Halß zerbrech[en], dann ich gieb dir alle schuld. Ich sehe auß dein[em] schreib[en] daß du wenig Hofnung hast so bald zu komme[n], und ich versichere dich daß ich ohne dich absolute nicht seyn will wo jozzi ist, und werde zu Hamburg eine Krankheit ¿ngir[en], dann in materia dތamore ist er völlig vor mich todt, non mi dimandate della compagnia del Mingotti, perché ho gli miei pensieri troppi dis- turbati per hager è in servizio per fare una nuova moda di stoffa a Coppenh[agen] ma non reciterà e falso becco fu[ttuto] come è sempre stato. Le opere stamp[ate] che tengo sono due esemplare del Midridate di Terrad[ellas] lތartamene di Kluk. il phaeton, e bellerephonte e lތallessandro del hendel, ma giusto lތaria il cor mio non vތè perché ho due essemplari con lތistesse arie, non vi scordate uno, o due libri colli balli inglesi o sia contradanse[.] Die Kinder küß[en] die Hände. Die Eltern grüß[en] dich herzlich. ich bin bald zu stutg[art] bald hier. alle tag ist biß dato Musik geweß[en], ich sing auch in der Kirch. ich hof ei[n] gutes regal. adieu[.] [Nachschrift S. 1 links:] NB: NB: NB: wann dir mei[n] leb[en] lieb ist so schreib d[em] Jozzi nicht was ich Besoldung habe, er dörfte mit der Zeit große pretention mach[en], und es wäre sein schade. adieu. VORLAGE: HStAS, Signatur A 202 Bü 2840, 1 Doppelblatt, 4 beschriebene Sei- ten Beschädigung durch Siegelöffnung. THEMENKOMMENTAR: Marianne tadelt ihren Mann und Giuseppe Jozzi für ihre Verhandlungsführung mit Pietro Mingotti und gewährt Einblick in die Konditionen ihrer Anstellung in Stuttgart: Sie erhält eine Gage in Höhe von der Francesca Cuzzonis , die aller- dings zur Hälfte in Naturalien ausbezahlt wird und damit die Möglichkeit eines Weiterverkaufs mit Gewinn beinhaltet. Im Hinblick auf das Urheberrecht und die
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Die Operisti als kulturelles Netzwerk Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Band 1 & 2
Titel
Die Operisti als kulturelles Netzwerk
Untertitel
Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker
Band
1 & 2
Herausgeber
Daniel Brandenburg
Verlag
Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-7001-8898-8
Abmessungen
21.0 x 29.7 cm
Seiten
1048
Kategorie
Kunst und Kultur
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