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Die Operisti als kulturelles Netzwerk - Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Band 1 & 2
Seite - 912 -
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912 Anhang Bailiff (Bailje) Vollstreckungsbeamter, insbesondere Gerichtsvollzieher. Der Begriff leitet sich vom latei- nischen „bajulus“ (Träger, Lastträger) her und bezeichnete zunächst eine Amtsperson mit Vollzugsbefugnissen. In England wurde er zuerst allgemein für Beamte des Königs wie Sheriffs u. ä. verwendet. Im London des 18. Jahrhunderts waren „Bailiffs“ u. a. Voll- streckungsbeamte, die gerichtliche Anordnungen (sogenannte „writs“) durchsetzten und säumige Schuldner verfolgten. Lit. EB, s. v. Bailiff. %DURQL 7RPPDVR "±" *HLJHU XQG .RPSRQLVW Von Baronis Biogra¿e ist wenig bekannt. 1744 ist er am Hofe des Herzogs Friedrich Karl von Plön als Konzertmeister nachweisbar. Wann er diese Anstellung wieder verlassen hat, ist nicht belegt. Sein Nachfolger Georg Philipp Kreß trat seinen Dienst am 21. Februar 1748 an, doch lässt sich nicht ganz ausschließen, dass Baroni bereits deutlich früher sei- nen Posten in Plön aufgegeben hatte, um nach London zu gehen. Dort pÀegte er mit dem Kollegen Franz Pirker regen Umgang. Franz berichtet am 18. Februar 1749 (108), dass Baroni bei der Uraufführung von Händels Oratorium Susanna im Orchester mitgewirkt habe, während er selbst – entgegen früherer Absprachen – von dem Komponisten nicht berücksichtigt wurde. Baroni versah darüber hinaus auch in der Oper Dienst (siehe Briefe vom 24. Dezember 1748, 88, und vom 29. April 1749, 135). In einem Brief vom 7. Januar 1749 (93) erfahren wir von einem Missgeschick: Baroni ging zwei seiner Geigen verlustig, weil er sie nach einem Konzertauftritt in der Kutsche vergaß. /LW 6FKXO]H࣠ 6WRO] 'LH +HU]RJ]HLW LQ 3O|Q 6 .UHPHU 7HOHPDQQV %H]LHKXQJHQ ]XP 3O|QHU +RI 6 ࣠I %HFFKHURQL %HFKHURQL %HFFDURQL *DVSHUD XP ௘ ±௘ QDFK 6lQJHULQ Die aus Florenz stammende Künstlerin ist 1741 in ihrer Heimatstadt zunächst als Tänzerin nachweisbar. Ein Jahr später trat sie an der Seite von Pietro Pertici und Filippo Laschi in La libertà nociva (Musik von Rinaldo Da Capua) im dortigen Teatro di Via del Cocomero als Buffa-Sängerin auf. 1743 wurde sie nach Bologna verpÀichtet, und zwei Jahre später engagierte sie Angelo Mingotti nach Graz. Von dort ging sie mit einem Ensemble der Brüder Angelo und Pietro Mingotti nach Leipzig und mit Pietro schließlich nach Ham- burg (1746௘ /47) sowie nach Kopenhagen (1747/48). Wo sie sich zwischen den folgen- den Engagements in dieser Truppe (Hamburg Herbst 1748, Kopenhagen 1748௘ /49 bzw. 1749/50) aufhielt, ist nicht bekannt. Als Mätresse des britischen Diplomaten Sir Cyrill Wych wurde sie von diesem ausgehalten, ließ sich aber auch, wie Marianne berichtet, mit Gluck ein. Der Komponist erkrankte darauf an einer Geschlechtskrankheit (Brief vom 3. Dezember 1748, 81). /LW 6FK W]H +DPEXUJLVFKH 7KHDWHUJHVFKLFKWH 6 I :ROOUDEH &KURQRORJLH VlPPW OLFKHU +DPEXUJHU % KQHQ 6 6DUWRUL/LE ,QGLFH ,, 6 +ROPHV 2SHUD REVHUYHG S. 48.
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Die Operisti als kulturelles Netzwerk Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Band 1 & 2
Titel
Die Operisti als kulturelles Netzwerk
Untertitel
Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker
Band
1 & 2
Herausgeber
Daniel Brandenburg
Verlag
Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-7001-8898-8
Abmessungen
21.0 x 29.7 cm
Seiten
1048
Kategorie
Kunst und Kultur
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