Seite - 918 - in Die Operisti als kulturelles Netzwerk - Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Band 1 & 2
Bild der Seite - 918 -
Text der Seite - 918 -
918 Anhang
und gehörte spätestens ab 1747 der Truppe Pietro Mingottis an, der er bis zu deren
Kopenhagener Engagement 1749/50 verbunden blieb. Ab 1753 war er, abgesehen von
einem letzten Gastspiel mit Mingotti in Hannover, in München verpÀichtet, wo er sowohl
in kirchenmusikalischen Werken als auch in Opern auftrat. Kurze Gastengagements in
Italien führten ihn spätestens ab 1768 endgültig nach Padua, wo ihn 1770 auch Charles
Burney hörte. Burney charakterisierte ihn als Sänger mit schwacher Stimme, aber „schö-
nem Geschmacke und Ausdrucke“. In den Briefen der Pirkers wird Casati nicht nament-
lich erwähnt. Marianne schreibt nur von „dem castraten“ und ¿ndet ihn „sehr schlecht“
(Brief vom 1. Oktober 1748, 37).
Lit. Burney, Tagebuch einer musikalischen Reise, Bd. 6 6DUWRUL/LE ,QGLFH ,, 6
7KHREDOG 2SHUQ 6WDJLRQL GHU %U GHU 0LQJRWWL 6 ࣠II ࣠II
&DWDQHR *LXVHSSH XP ± QDFK *HLJHU
Über Herkunft und Biogra¿e Cataneos ist nichts bekannt außer, dass er ab 1722 40 Jahre
lang als Geiger im Orchester des King’s Theatre Haymarket seinen Dienst versah. Aus
den Briefen geht hervor, dass er mit den Pirkers als Musikerkollege bekannt (Brief vom
7. Juli 1749, 186) und ein Spötter war (Brief vom 27. Juni 1749, 179).
/LW +LJK¿OO࣠ ࣠%XUQLP࣠ /DQJKDQV %LRJUDSKLFDO 'LFWLRQDU\ RI $FWRUV %G 6
&HUHWWL &LDUHOOL &HUHOOL &LRUHOOL" 'U "±" 7KHDWHUPDQQ
Im Sommer des Jahres 1749 erwähnt Franz in seinen Briefen mehrfach einen Dr. Ceretti,
wobei er sich des Namens nicht sicher zu sein scheint und anfangs verschiedene Vari-
anten verwendet (Briefe vom 17. und 20. Juni 1749, 167 und 174). In der Forschungs-
literatur ist Ceretti unbekannt er ist weder in den einschlägigen Untersuchungen zum
Londoner Opernwesen der Zeit noch in der umfangreichen Händel-Forschung zu ¿nden.
Aus der Korrespondenz Franz Pirkers geht hervor, dass er sich in den Turbulenzen rund
um die Unternehmung des Francesco Crosa als neuer Impresario andiente und dabei
auch Francesco Vanneschi Konkurrenz machte (Briefe vom 17. und 22. Juni 1749, 167
und 174). In seinem Brief vom 24. Juni 1749 (177) apostrophiert Franz Pirker Ceretti
(Ciarelli) als neuen „entrepreneur“, der mit Geminiani nach Italien reiste (Brief vom
29. Juli 1749, 199), um neue Gesangskräfte zu engagieren (Brief vom 19. August 1749,
207) – dies obwohl er noch im Juni vermeldet hatte, Ceretti habe sein Opernprojekt wie
Vanneschi aufgegeben, weil er keine Subskribenten gefunden habe (siehe Briefe vom
24. und 27. Juni 1749, 176 und 179).
Cervetto, Giacobbe Basevi (ca. ± 9LRORQFHOOLVW
Cervetto kam 1728 nach London, wo er zunächst einen Instrumentenhandel aufbaute. Da
der erhoffte wirtschaftliche Erfolg ausblieb, wandte er sich wieder dem Violoncello zu
und perfektionierte sein Spiel. In den 1740er Jahren war er Solocellist am Drury Lane
Theatre später beteiligte er sich mit großem Pro¿t am Management dieses Theaters. Zu
seinen Schülern zählte u. a. sein Sohn James, der als Wunderkind Furore machte. Als
Die Operisti als kulturelles Netzwerk
Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Band 1 & 2
- Titel
- Die Operisti als kulturelles Netzwerk
- Untertitel
- Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker
- Band
- 1 & 2
- Herausgeber
- Daniel Brandenburg
- Verlag
- Österreichischen Akademie der Wissenschaften
- Ort
- Wien
- Datum
- 2021
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY 4.0
- ISBN
- 978-3-7001-8898-8
- Abmessungen
- 21.0 x 29.7 cm
- Seiten
- 1048
- Kategorie
- Kunst und Kultur