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Fußn.
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Ciacchi stammte aus Florenz und debütierte 1736 in Neapel. 1738 verließ er diese Stadt
wieder und war fortan vor allem in Mittel- und Oberitalien (Florenz, Venedig) tätig, ehe
er 1745 das erste Mal in London zu hören war 1746 sang er dort die Partie des Titano
in Christoph Willibald Glucks Oper La caduta dei giganti. Auch danach ist er mit zahl-
reichen weiteren Auftritten bis 1748 in London nachweisbar. Von 1750 bis 1765 war er
wieder vor allem in Oberitalien (Florenz, Venedig) engagiert. Charles Burney meinte,
Ciacchi besitze nicht die Fähigkeit zu gefallen. In der Korrespondenz der Pirkers wer-
den ein Giachi und ein Ciacchi erwähnt, wobei unklar ist, ob es sich jeweils um ein und
dieselbe Person handelt. Giachi soll Anfang August 1748 mit einer ÃFreundinµ London
verlassen haben (Brief vom 13. August 1748, 7), und in dem Brief vom 17. Juni 1749 (166)
heißt es, Giachi sei von Giulia Frasi ¿nanziell ausgehalten worden. Da die Frasi jedoch
die britischen Inseln nicht verließ, kann sie, sofern kein Irrtum Franz Pirkers vorliegt,
nicht mit dieser ÃFreundinµ gemeint sein. Alle weiteren Erwähnungen dieses Namens
sind hingegen eindeutig mit dem Kastraten Giuseppe Ciacchi zu identi¿zieren. Demnach
reiste er im September 1748 (Brief vom 27. September 1748, 29) mit dem scheidenden
venezianischen Botschafter aus London ab. Zuvor hatte der Diplomat dem Sänger den
Schuldschein des Earl of Middlesex abgekauft (Brief vom 23. September 1748, 23),
wodurch Ciacchi in die Lage versetzt wurde, seine Londoner Schulden begleichen und
damit überhaupt abreisen zu können. In einem Brief vom 8. Oktober 1748 (45) informiert
Franz, dass die Nachricht, der Botschafter und sein Gefolge seien auf dem Weg nach
Italien in der Schweiz überfallen worden, falsch gewesen sei. Giuseppe Jozzi unterstellte
Marianne, mit Ciacchi ebenso wie mit Terradellas eine Affäre gehabt zu haben (Brief
vom 24. September 1748, 25).
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James Cope wurde 1741 Nachfolger von Cyrill Wych in Hamburg, der ihn im Jahre 1749
wieder ablöste danach war er Botschafter in Dresden. Die Sängerin Teresa Pompeati soll
seine Mätresse gewesen sein (Briefe vom 3. und 17. Dezember 1748, 81 und 87).
Lit. Staatsrelation 1749, S. 509.
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Rosa Costa stammte aus Neapel und ist als Sängerin erstmals 1736 in Pisa nachweisbar.
In den folgenden Jahren trat sie vor allem in Ober- und Mittelitalien auf, kehrte aber auch
häu¿g in ihre Heimatstadt zurück. Im Herbst 1741 war sie erstmals mit der Truppe Pietro
Mingottis in Graz zu hören und blieb dort bis Karneval 1745 (Hamburg) engagiert. Im
Die Operisti als kulturelles Netzwerk
Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Band 1 & 2
- Titel
- Die Operisti als kulturelles Netzwerk
- Untertitel
- Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker
- Band
- 1 & 2
- Herausgeber
- Daniel Brandenburg
- Verlag
- Österreichischen Akademie der Wissenschaften
- Ort
- Wien
- Datum
- 2021
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY 4.0
- ISBN
- 978-3-7001-8898-8
- Abmessungen
- 21.0 x 29.7 cm
- Seiten
- 1048
- Kategorie
- Kunst und Kultur