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Die Operisti als kulturelles Netzwerk - Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Band 1 & 2
Seite - 923 -
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923Anhang 1740 mehrfach England und machte sich einen Namen als Violoncellovirtuose. Als sein Schwager 1752 mit der Kriegskasse durchbrannte, endete Dall’Abacos Bonner Zeit. Ver- suche, beim Kurfürsten Max II. Joseph in München eine Anstellung zu erhalten, wurden durch eine anonyme Verleumdungskampagne zunichte gemacht. Franz Pirker erwähnt am 12. November 1748 (Brief 72) Dall’Abacos Anwesenheit in London. /LW 1LHVHQ %RQQHU 3HUVRQHQOH[LNRQ 6 'lQHPDUN /RXLVD .|QLJLQ YRQ ௘ ± Louisa, die von besonderer Schönheit gewesen sein soll, war die jüngste Tochter des bri- tischen Königs Georg II. und seiner Frau Caroline. Die musikalisch begabte Prinzessin erhielt Musikunterricht und erlernte bei Georg Friedrich Händel das Cembalo- und Generalbassspiel. Anfang 1743 reiste sie nach Hannover, um die von ihrem Vater aus- gehandelten Ehe mit Prinz Frederick von Dänemark (1723௘ –1766) einzugehen. Die Unterzeichnung fand im November des Jahres in Herrenhausen bei Hannover statt, die eigentliche Trauung wurde hingegen im Dezember in Kopenhagen vollzogen. 1746 be- stieg Frederick als Frederick V. den Thron von Dänemark und Norwegen und Louisa wurde Königin. Nach ihrer Krönung förderte sie vor allem das Kopenhagener Theaterleben und lud die Operntruppe Pietro Mingottis über mehrere Jahre hinweg zu Gastspielen ein. Sie wurde am 29. Januar 1749 Mutter des nachmaligen Königs Christian VII. (siehe Brief vom 8. Februar 1749, 105). /LW 0DU[ +lQGHO XQG VHLQH =HLWJHQRVVHQ 6 ࣠II 0DU[ +lQGHO /H[LNRQ 6 ࣠I 'DQQHVNLROG /DXUYLJ &KULVWLDQ .RQUDG ௘ ± GlQLVFKHU 2I¿]LHU und Freimaurer Danneskiold-Laurvig, der eine große Leidenschaft für das Theater hegte, schlug früh die militärische Laufbahn ein. 1765 entführte er eine Schauspielerin, in die er sich verliebt hatte, und ließ sie nur auf Druck des Königs wieder frei. In der Korrespondenz der Pirkers tritt er als einÀussreiche Kontaktperson für Marianne in Kopenhagen (Brief vom 24. Sep- tember 1748, 27) und als großzügige Persönlichkeit (Brief vom 5. November 1748, 68) in Erscheinung. Da er einer Londoner Dame der Gesellschaft sein Kompliment ausrichten ließ (Brief vom 26. November 1748, 77), dürfte er sich auch einmal in London aufgehalten haben. Einer Bemerkung Franz Pirkers zufolge soll der Chevalier de Champigny den Grafen einmal „mit Huren ruiniert“ haben (Brief vom 7. Oktober 1748, 43). Lit. DBL. 'DUEHV )UDQFHVFR ௘ ± LWDOLHQLVFKHU *HLJHU XQG hEHUVHW]HU Darbes kam mit Mingotti nach Kopenhagen und wirkte dort als Hofmusiker und Li- brettist. Er war mit Charlotte Christine Kayser verheiratet, einer Tochter der Sängerin Margaretha Susanna Kayser, geb. Vogel, und des Musikers Johann Kayser. Zwei Söhne des Paares waren ebenfalls als Künstler tätig: Joseph war Maler, Johann Peter Anton Komponist, Violinist und Librettist. Marianne Pirker erwähnt im Winter 1748௘ /49 die
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Die Operisti als kulturelles Netzwerk Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker, Band 1 & 2
Titel
Die Operisti als kulturelles Netzwerk
Untertitel
Der Briefwechsel von Franz und Marianne Pirker
Band
1 & 2
Herausgeber
Daniel Brandenburg
Verlag
Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-7001-8898-8
Abmessungen
21.0 x 29.7 cm
Seiten
1048
Kategorie
Kunst und Kultur
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