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56 A I t. — A l t , R u d.
zwischen dem Oardasee und der Brenta, und die euganeischen und berini-
schen Berge; hohe Spitzen sind der Orteles in Tyrol 14,416 (14,016),
der Orosiglockner daselbst 11,932, die Hochtschernowand 11,645, der
Platteykogel 9,756, der große Sollstein 9,106, der Gradja 9,036,
der Schneeberg bey Sterzing 7,764, der Brenner 9,036 und der Sum-
mano 3,937 F. über dem'Meere.
Al t (Aluta), Fluß in Siebenbürgen, bewässert den südöstl. Theil
dieses Landes, entspringt in der Csil an der östl. Seite des Gebirges,
an welchem die Maros ihre Quelle hat, strömt durch den Rothenthurm-
paß nach der Walachey, in der er in die Donau fallt. Er ist goldhaltig.
A l t , Iac. , rühmlich bekannter Landschaftmaler und Lithograph,
ward geb, den 27. Sept. 1789 zu Frankfur t am Main . Daselbst
begann er seine Studien, reiste sodann 1810 nach Wien , wo er die
histor. Schule an der Akademie der bildenden Künste besuchte und sich
nebstbey durch eifriges Selbststudium zum tüchtigen Landschaftmaler bil-
dete. 1828 bereiste A. die Lombardie, 1333 Venedig und brachte, beson-
ders von letzterer Reise, mehrere sehr glücklich ausgeführte Zeichnungen
mit. Unter seinen Gemälden zeichnen sich vorzüglich aus: Der Kirchhof
zuHallstadt, Gargnano am Gardasee in der Lombardie, Aussicht
aus den ßiai-^ini pukklici von Venedig gegen die Insel 3. (^iol-Aio
maßßlore :c. Unter seinen zahlreichen Lithographien sind besonders
rühmlich zu nennen: Die Donauansichten, dann seine Bilder aus den
Alpen der österr. Monarchie, besonders jenen von Steyermark, Oster-
reich, Salzburg, Kärnthen und Tyrol, wovon bereits mehrere Hefte, deren
jedes 6 Blätter enthält, erschienen; endlich eine Sammlung von Ansich-
ten der vorzüglichsten Plätze und Umgebungen Wiens, wovon er be-
reits lieferte: Stephansplatz, Stephanskirche, Iosephsplatz, Parade-
platz, Graben, Ferdinandsbrücke, Wien von einer Anhöhe bey Gerst-
hof, Carlstirche, Schönbrunn und Mödl ing. In Kurzem gedenkt
der Künstler eine Reise nach Rom und Neapel zu unternehmen, von
welcher sich nur die schönsten Resultate für die Kunst erwarten lassen.
A l t , Rud. , ausgezeichneter Landschaftmaler, besonders vorzüg-
lich in der äußerst fleißigen und richtigen Behandlung architektonischer
Gegenstände, wurde geb. den 20. Aug. 1812 zu Wien, Sohn des Vo-
rigen. Schon in zartester Jugend erhielt sein früh erwachtes Talent die erste
Leitung durch seinen Vater, dessen Unterricht A. überhaupt Vieles zu
verdanken hat; nur die histor. Schule studirte er an der Akademie der
bildenden Künste in Wien, nebenbey übte er sich in der Landschaftmalerey
und brachte es durch richtige Anleitung und eifriges Selbststudium schon
in den Iünglingsjahren zu einem hohen Grad von Vollendung. Er lei-
stete bereits schon viel des Vorzüglichen und läßt in der Folge noch mehr
erwarten. 1823 bereiste A. mit seinem Vater die Lombardie und 1333
Venedig. Beyde Reisen, besonders aber letztere, bothen seinem Ta-
lente reiche Gelegenheit, sich im vortheilhaftesten Lichte zu zeigen. Von
Venedig bewahrt sein Portefeuille mehrere Skizzen, die durch Genauig-
keit und Zartheit der Ausführung wahrhaft meisterlich genannt werden
können, vorzugsweise ist das Innere des Dogenpallastes und der Mar-
cusplak anzuführen, in welchen auch nicht das kleinste Detail architek-
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe A-D, Band 1
- Titel
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Untertitel
- Buchstabe A-D
- Band
- 1
- Autoren
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Verlag
- H. Strauß
- Ort
- Wien
- Datum
- 1835
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.3 x 22.0 cm
- Seiten
- 788
- Schlagwörter
- Nachschlagewerk, Biografien
- Kategorien
- Lexika National-Enzyklopädie