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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe A-D, Band 1
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Altmütter . — Al tomonte, N?art. llnter seinen Werken ist besonders das Hochaltarblatt des heil. Wenzel in der Pfarrkirche zu Kirchmislau in Mahren zu bemerken. Ältmütter, Georg, l. k. Professor der Technologie am poly- technischen Institute zu Wien, geb. daselbst am 6. Oct. 1787, studirte in Wien und Prag die Philosophie und die Rechte, wahrend er sich zu- gleich auf Chemie und Physik, und die Naturwissenschaft überhaupt verlegte. Nach vollendeten Studien versah er durch 3 Jahre am k. k. Theresianum in Wien die Stelle eines Assistenten der Physik, und dann durch einige Monathe dieselbe Stelle an dem damahls (1816^ eben errich- teten polytechnischen Institute. Noch im nähmlichen Jahre wurde er zum Professor der Technologie ernannt. Mit dieser Anstellung ist zugleich das Amt eines unmittelbaren Vorstehers des am Institute befindlichen Na- tional-Fabriksproducten-Cabinets verbunden, dessen Einrichtung und völlige 'Ausbildung ihn seitdem vorzugsweise beschäftigte. Man hat von ihm: Beschreibung der Werkzeugsammlung des k. k. polytechnischen Institutes, für Oewerbsleute und Liebhaber mechanischer Künste, m. K., Wien, 1824, und viele Aufsitze technologischen Inhalts in Prechtl's Jahrbüchern des polytechnischen Institutes. Alt-Vfen, im vereinigten Pesther, Piliser und Solther Comitate Ungarns, nördlich von Ofen, an der Donau, ist ein ansehnlicher Markt, der für eine Vorstadt Ofen's gelten könnte, und zahlt in 733 Haus. 7,730 Einw., worunter 3,230 Juden. Es ist hier die ungar. Mili- tarökonomie-Commission und eine kathol. Hauptschule. Ein schönes Ge- bäude ist die Synagoge. Dieser Ort steht auf den Trümmern des alten Acinum, daher noch an vielen Hausern römischeAlterthümer zu sehen sind. Altomonte, Märt., eigentlich Hohenberg, geb. zu Neapel von deutschen Ältern den 8. May 1657. Mich. Hohenberg, ein Bäcker aus Tyrol, war sein Vater, seine Mutter Mariana war aus Bayern. 15 Jahre alt, kam er n^ch Rom zu Ioh. Bapt. Bacizo in die Lehre. Bey diesem brachte er 5 Jahre zu, und besuchte sodann die Maler-Akademie zu Rom. — Eben als ?r im Begriffe war, sich zu einem tüchtigen Maler auszubilden, kam der Beichtvater des Königs von Polen Johann I I I . 1634 nach Rom. Dieser hatte den Auftrag, einen geschickten italien. Maler nach Polen zu bringen. Ihm wurde von Bacizo, so wie von der Maler-Akademie A. empfohlen. Er verlies; demnach Rom, und trat mit dem Beichtvater seine Reise nach Polen an. Auf der Reise beredete der Beichtvater A., dasi er seinen deutschen Nahmen Hohenberg in einen italienischen umstalte, weil er mit dem erstem sein Glück nicht machen würde; somit erhielt er den italien. Nahmen Altomonte. Bey seiner Ankunft in Warschau ernannte ihn der König zu seinem Hofmaler, und gab ihm den Auftrag, den Entsatz Wien's, dem der König 1683 persönlich beywohnte, abzubilden. Zum Gegenstück malteerdenHauptsturmderTürkenaufdieLöwelbastey in Wien. Diesen fügte er noch den poln. Landtag bey; mit diesen 3 Stücken er- warb er sich an dem poln. Hofe grosien Ruhm. — 1693 starb König Johann II I . , sein Nachfolger bestätigte A. in der Eigenschaft als Hof- maler. 1703 verlies; A. Polen und tam nach Wien. 1707 wurde er Mitglied der Maler- und Bildhauer-Akademie in Wien, und zugleich
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe A-D, Band 1
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe A-D
Band
1
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
788
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
Lexika National-Enzyklopädie
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