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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe A-D, Band 1
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Ambrozi .—Amerl ing. 75 Benutzung gewidmet. Ihren NahmenAmbrosiana, erhielt sie zll Ehren des heil. Ambrosius, des Schutzpatrons von Mailand. DieseBiblio- det; ferner ein Band Autographen mit Leonardo da Vinci's werth- vollen Zeichnungen. Unter den vielen bedeutenden Gegenstände!! der bey der A.B. befindlichen Kunstgallerie zeichnen sich die Gemälde von Zoh. Breughel, Dürer, Barocci :c.; der Carton von Raphäel's Schule zu Athen, die .Studien des Leonardo da V inc i , u. s. w. aus. Ambrozi, wenz. Bernh., ein semer Zeit rühmlichst bekannter Maler, war geb. 1723 zu Kuttenberg, in Böhmen. Mit 9 Jähren lam er nach Prag, studirtedaselbst die Humaniora und Philosophie, und sollte in den Orden der Jesuiten treten. Doch seine früh erwachte Neigung zur Malerkunst bestimmte ihn, sich ganz diesem Kunstfache zu widmen, in welchem er bald die größten Fortschritte machte. Dabey war A. auch vorzüglicher Kenner, besasi eine reichhaltige Sammlung der trefflichsten Ohlgemalde anderer Meister, und verstand sich auch auf die schätzens- werthe Kunst, schadhaft gewordene Gemälde vollständig, ohne Verlust ihrcr Eigenthümlichkeiten, wiederherzustellen. Die Kaiserinn Mar i a Theresia, welche ihn oft mit wichtigen Auftragen beehrte,'ernannte A. zum Hofmaler, und Kaiser Joseph I I . zum landtafiichen Malereyen- schätzer. A. war auch der letzte Vorsteher und Obs'rältester der, seit Carl V I . , zu Prag bestandenen Malergilde, welche dann unter Io - seph I I . aufgehoben wurde. A. starb den 26. April 1806. — Unter seinen vielen gelungenen Arbeiten verdienen besonders erwähnt zu werden: das Frescogemälde dsr sechs ältesten böhmischen Herzogs auf der Außenseite eines Hauses auf dem Wegs nach Wissehrad, mehrere große Altarblätter in verschiedenen Kirchen Böhmens, 3 große Plafondsgemälde, nebst mehreren kleinern, meistens historischen und bi- blischen Gegenständen. Seine Werke sind meistens in hellem Tone/ ge- fälliger und reiner Färbung, im Geschmack der venetian. Schule ausge- führt. Seine Zusammensetzungen sind geistreich, seine Köpfe ausdrucks- voll und angenehm, seine Anordnungen untadHaft; die Hintergründe wußte er schön architektonisch zu verzieren. Ambschell, And von, Dr. der Philosophie, inful. Prälat m Csuth, Lector und Domherr am Collegiatstifte zu Preß bürg. Er wurde in Krain 1749 geb., trat in den Jesuitenorden, war Professor der Physik am k. k. Lyceum zu Laib ach, sodann Professor der Expe- rimentalphysik und Mechanik an der k. k. Universität zu Wien; wurde 1309 Domherr zu Preßburg, wo er am 14. Iuly 1321 starb. Er schrieb: Anfangsgründe dsr allgemeinen Naturlehre, 6 Abtheilungen, Wien, 1791 — 92, m. K.; Nlemenw rl i^ icae, eb. 1807, m.K.; Nl6lN6lNa Matli68605, 2 Thle., eb. 1307, m. K. Amerling, Friedr., ein Epoche machender Porträtmaler Wien's, daselbst geb. den 14. April 1303. Dieser junge Mann geHort zu denje- nigen, welche, begeistert von der Idee der Schönheit, aus eigener
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe A-D, Band 1
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe A-D
Band
1
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
788
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
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