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Andreas I. — Andreas II . 83
der, l. Thl. (welcher Deutschland enthält, nach des Verfassers Tode
neu ausgearbeitet) Oötting. 1306.—Patriotisches Tageblatt oder öffent-
Belehrung und Unterhaltung für die Bewohner des österr. Staates,
Zeitschrift in monathlichen Heften seit 1309 Brunn, seit 1813 als Na-
tlonalblatt unV encyklopad. Zeitschrift für gebildete Leser, fortgesetzt,
Prag, seit 1322 Stuttgard (dermahlen nach A.'s Ableben redigirt von
Dr. F. Notter). — Ökonomische Neuigkeiten und Verhandlungen,
Zeitschrift für alle Zweige der Land- und Hauswirthschaft, des Forst-
und Jagdwesens im österr. Kaiserthume und dem ganzen Deutschland, in
monathlichen Heften, Prag seit 1311 (dermahlen seit 1833 fortgesetzt
von 'A.'s Sohne, dem als Schriftsteller im Forstwesen vorteilhaft be-
tanntcn Forst- und Wirthschaftsrath in Prag, Emil Andrö, früher
auch durch I. G. Els n er. —Nationalkalender für die gesammte österr.
Monarchie auf das Jahr 1811, Brunn, auch für d!e folgenden Jahre
von 1313 an als neuer Nationalkalender bis 1322, Prag. Einige der'
letzten Jahrgange wurden auch mit einem besondern Titel herausgegeben,
nähmlich: Neuer Haus- und Volksfreund< —* Nationallalender für die
deutschen Bundesstaaten, auch: Neuer Haus- und Volksfreund, Stuttg^
seit 1823 (wird fortgesetzt von Ioh. Heinr. Meyer)-
Andreas I., König von Ungarn aus dem Geschlechte der Ärpä-
den, Sohn Ladislaus des Kahlen, war geboren um 1000 und
wurde 1047 nach Absetzung Peter's zum Könige gewählt und zu
Stuhlweisi enburg gekrönt. Obgleich dadurch zum Throne gelangt,
ließ er doch alle, die an der Entsetzung Peter's Theilnahmen, hin-
richten. A< erließ auch strenge Gesetze zur Wiedereinführung des Chri-
stenthums und zur Erhaltung der Würde des Thrones. 1051 wurde er
von Kaiser Heinrich I I I . mit großer Heeresmacht angegriffen, bestand
jedoch dlesen Krieg glücklich und der 1052 durch Papst Leo IX. ver-
mittelte Frieden hatte die Vermählung der Tochter des Kaisers, Judith/
mit Salomon, dem Sohne A.s zur Folge. Nachdem A. noch einen
glücklichen Kampf mit dem König von Croatien, Peter IX. (Cresce-
m i r) bestanden und dadurch den östlichen Theil vott Slavonien erworben
hatte, wurde er mit feinem eigenen Bruder, den. Herzog Belä, der
Thronfolge wegen, in Krieg verwickelt und 1060, trotz der ihtö
durch den Kaiser Heinrich IV. geleisteten Beyhülfe, an der Theiß ge-
schlagen und verlor sein Leben unter Pferdeshufen auf dem Schlacht-
felde. Sein Nachfolger wurde Herzog Bela.
Andreas I I . , genannt der Hierosolymitäner, König von Un-
garn aus arpadischem Geschlechte, Sohn Königs Bela I I I . , war ge-
boren um 1180. Nach dem Tode seines Bruders Emerich, mit dem
er sich um die Krone zankte, und dessen Sohnes Lädislaus bestieg A.
1205 ungehindert den Thron. Doch entstanden gleich Anfangs seiner Re-
gierung große Unruhen im Reiche, vorzüglich durch das eigenmächtige
Schalten seiner Gemahlinn Gertrud, einer ital. Prinzessinn und der
Begünstigung der Ausländer, weßwegen die Ungarn auch, während A.s
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Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe A-D, Band 1
- Titel
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Untertitel
- Buchstabe A-D
- Band
- 1
- Autoren
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Verlag
- H. Strauß
- Ort
- Wien
- Datum
- 1835
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.3 x 22.0 cm
- Seiten
- 788
- Schlagwörter
- Nachschlagewerk, Biografien
- Kategorien
- Lexika National-Enzyklopädie