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Anticipation durch die damahlige mit diesem Betrag jährlich dotirre Ein-
lösungs- und Tilgungs.-Deputation getilgt werden mußte, indessen die
Deckung des Entganges in dem Ertragnisse der Grundsteuer anderen Mitteln
überlassen blieb. Die hiernach benannten A. sind nun gemäsi den, am
7. May 1313 kund gemachten näheren Bestimmungen herausgegeben
worden, um, wie die Einlösungsscheine, in allen Staatscassen und
von Privaten, in dem Nennwerthe auf die Beträge zu 2, 5, 10 und
20 fi. ausgestellt, angenommen zu werden.
Antikencabinet, k. k., zu Wien, s. Münzen- und Anti-
kencavinet, vereinigtes.
Antoine, Franz, k. k. Hofgärtner inWien, Mitglied des pomolog.
Vereins im Königr. Böhmen und Ehrenmitglied des Vereins zur Beför-
derung des Gartenbaues in Preußen, geb. zu Möl lersdorf in Nieder-
österr. den 23. Iän. 1763, ein kenntnißvoller Pomolog, der sich durch
sein Prachtwerk: Abbildungen der allerschönsten Pfirsichsorten, Wien
1320, vortheilhaft bekannt gemacht hat. Er starb zu Wien den 22.
Aug. 1834.
Antoinette / Ludwig's XVI . Gemahlinn, s. Marie An-
toinette.
Anton, Victor Ios. I oh . Raym. , laiserl. Prinz und Erz-
herzog von Osterreich, königl. Prinz von Ungarn und Böhmen, Groß-
meister des deutschen Ordens im Kaiserthume Osterreich, k. l. Oeneral-
Feldzeugmeister und Inhaber des Infanterie-Regiments Nr. 4, geb. zu
F l o r e n z den 31. Aug. 1779. Er ist Protector der Gesellschaft der
Musikfreunde des österr. Kaiserstaates und des Vereins zur Versorgung
und Unterstützung erwachsener Blinden, überhaupt edelmüthiger Förde-
rer mehrerer gemeinnütziger und wohlthätiger Anstalten und Zwecke, de-
nen er geräusch- und anspruchslos einen bedeutenden Theil seiner Einkünfte
zuwendet. Seelen.vollste Humanität und das wärmste Wohlwollen sind
Grundzüge seines edlen Charakters. Er ist ein grosier Kenner der Ge-
schichte, einer der ersten Botaniker und Blumisten; wie er denn auch an
derSpihe der Blumenausstellungen (s. d.) sich befindet, die sich gedeihend
seines Schutzes erfreuen und wodurch so verdienstvoll auf die höhere Gar^
tencultur eingewirkt wird. Seine Bibliothek (15,000 Bde.), worunter
viele äußerst wichtige Manuscripte, ist eine der stärksten Privatbibliotheken,
besonders an Werken über die Länder- und Völkerkunde Österreichs, und an
Prachtausgaben der Botanik; in ersterer Hinsicht unter den Privatsamm-
lungen wohl die reichhaltigste der Monarchie. Mit wahrhaft großmüthiger
Freygebigkeit ist er der Wohlthäter der Stadt B a d e n bey W i e n ,
deren nächste Umgebungen ihm den größten Theil ihrer Verschönerungen
verdanken. Er besitzt daselbst ein Palais mit einem kostbaren Garten.
Hier verlebt er den Sommer. Sonst residirt er in Wien (im deut-
schen Hause).
Anton, Ioh . von, geb. zu Ka schau um 1500, studirte hier
und an den Universitäten zu Krakau und Padua Medicin, aus der
er die Docrorwürde erhielt. Auf seinen Reisen in Deutschland machte er
die Bekanntschaft berühmter Gelehrten und knüpfte besonders zu Basel
mitErasmus von Rotterdam eine eiM, vertraute Freundschaft.
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe A-D, Band 1
- Titel
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Untertitel
- Buchstabe A-D
- Band
- 1
- Autoren
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Verlag
- H. Strauß
- Ort
- Wien
- Datum
- 1835
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.3 x 22.0 cm
- Seiten
- 788
- Schlagwörter
- Nachschlagewerk, Biografien
- Kategorien
- Lexika National-Enzyklopädie