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142 Auschwiy.— Ausländer a. d. Gränze :c.
cher vor dem gemeinen Weine noch viele Vorzüge hat. Sind die Trocken-
beeren theuer, und will man einen guten, nach A. schmeckenden Tisch-
wein haben, so laugt man die Trebern des Maschlasches durch aufgegos-
senen, guten, frischen Most noch einmahl aus, und keltert ihn, und
so erhält man Harmadlasch (Ilarinackäz), der wenigstens besser ist, als
der ganz ordinäre Wein.
Auschwiy, galiz. Stadt im Wadowicer Kreise, nahe an der
Mündung des Solastusses in die Weichsel, mit 2,000 Einw., vormahls
Hauptort des schles. Herzogthums Teschen, und darum noch jetzt zu den
Bestandtheilen Deutschlands gerechnet. Nach dem auf dem deutschen
Bundestage übergebenen Etat, wurden nähmlich auch die in Galizien,
im Wadowicer Kreise liegenden, ehemahls zum Herzogthume Teschen
gehörigen Fürstenthümer A. und Zator, als böhm. Lehen mit zu Schle-
sien gerechnet.
Auscultanten, werden nach zurückgelegten Rechtsstudien, und
bey dem Appellationsgerichte zur Zufriedenheit vorschriftmäßig abgeleg-
ter Auscultanten- oderRichteramtsprüfung, den Gerichtsbehörden 1. In-
stanz als angehende Beamte, und zwar den landesfürstl. in der Regel
von der obersten Iustizstelle zugewiesen, beeidet und so Verwender, daß
sie zu allen, besonders den höhern Cathegorien des gesammten Iustiz-
dienstes sich heranbilden.
Auskunft-Comptoir , das allgemeine, unter der Direction
Ios. Iüt tner 's in Wien (Freyung Nr. 137). — Für den Fremden,
wie für den Einheimischen ist es gewiß von großer Bequemlichkeit, in
einer so großen Stadt über alle im bürgerlichen und Geschäftsleben vor-
kommenden Angelegenheiten gegen billiges Honorar, schnelle und zu-
verläßliche Auskunft erhalten, und Geschäfte mit Verläßlichkeit besorgen
lassen zu können, wie in diesem A.-C. Der Fremde jusdet hier eine
mit den Local - Verhältnissen bekannte Quelle, um ohne unnöthigen
Zeit- und Geldverlust seinen Aufenthalt möglichst nützlich und ange-
nehm zu verwenden. — Der Dienst- und Geschäftslose (Domestiken
ausgenommen, für die das Dienstbothenamt besteht) sindet eine Ge-
legenheit, bald möglichst wieder in nützliche Thätigkeit zu kommen. —
Wer eine Herrschaft, ein Haus oder andere Realität zu kaufen oder zu
verkaufen, Geld auf solide Hypotheken aufzunehmen oder anzulegen
wünscht, wird bey der ausgebreiteten Bekanntschaft und der discreten
und sachkundigen Behandlung der Geschäfte dieser Anstalt seinen Zweck
erreichen. — Der gute Ruf, den sich diese Anstalt seit 1818 allgemein
erworben hat, ist der sicherste Beweis für ihre Solidität. — Die Sta-
tuten dieses Comptoirs sind in der Kanzley einzusehen. Der Chef dieser
Anstalt ist Bescher der berühmten Messerschmidt'schen Büstensammlung,
s. Messerschmidt.
Ausländer an der Gränze der österr. Staaten, so wie
im Lande selbst, besonders aber in Wien. Jeder Fremde muß
beym Eintritte in die österr. Staaten mit einem legitimirten Passe ver-
sehen seyn, in welchem die genaue Personsbeschreibung, sowohl des Rei-
senden als auch seiner allfälligen Begleitung enthalten seyn muß. Man
bewirbrjsich darum bey den nächsten im Auslande besindlichen k. k. Ge-
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe A-D, Band 1
- Titel
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Untertitel
- Buchstabe A-D
- Band
- 1
- Autoren
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Verlag
- H. Strauß
- Ort
- Wien
- Datum
- 1835
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.3 x 22.0 cm
- Seiten
- 788
- Schlagwörter
- Nachschlagewerk, Biografien
- Kategorien
- Lexika National-Enzyklopädie