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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe A-D, Band 1
Seite - 154 -
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154 Avio. — Axmann. düng, und 1777 die Priesterweihe erhielt. Durch.den Orafen Car l Bet toni , der den jungen Abbe zum Famulus bey seinen physischen und praktisch-mechanischen Studien machte, erhielt A. seine Richtung für's Leben. Das zu seiner Zeit hochgeachtete Werk: ?6N5i6ri sul ^ovei-no ck I^iumi (Brescia, 1732), war eine Frucht dieser Verbindung mit Be t ton i . Spater ging A. nach P a d u a, wo er Mathematik und Physik in den Collegien lehrte, bis ihm 1737 der Lehrstuhl der Geome- terie und Algebra an der dasigen Universität, 1306 aber die Professur der angewandten Mathematik und allgemeinen Physik übertragen wurde. 1315 erhielt er den Lehrstuhl der hohern Rechnungsart (calcolezuklims). Er starb zu Padua am 13. Iuny 1327. Sein Ruhm lebte in seiner Wissenschaft fort, wo er nahmentlich für die Hydrostatik wesentliche Ent- deckungen gemacht hat. Av io, tyrol. Flecken im Trienter Kreise mit 2,780 Einw., Sei- den- und Sammtfabriken. Dabey ist ein Flintensteinbruch. Avronzo, s. Auronzo. Axmann, Ios. , einer der vorzüglichsten neueren Kupferstecher, war geb. zu Brunn den 7. März 1793. Daselbst studirte A. die Humaniora und sonstige Bildungszweige z. B. Sprachen und Musik nach Maßgabe der Kräfte seiner Altern. Ein lebhafter Trieb führte ihn jedoch frühzeitig zur bildenden., Kunst. Den ersten Unterricht in der Zeichnung, Perspective und Ohlmalerey erhielt A. durch den Historienmaler W e i d l i c h in B r ü n n, welcher durch mehrere Jahrein Rom unter R.Mengs und Pomp. Battoni als fürstl. L i e chten stein'scher Pensionär studirt hatte. Durch unermüdeten Fleisi machte A. bald bedeutende Fortschritte, übte sich fortwahrend in der Ohlmalerey, verfertigte auch Miniaturportrats und gab selbst Unterricht im Zeichnen. Anfangs 1311 tam A. nachWien und besuchte daselbst durch 11 Jahre die Akademie unter Professor Maurer und die Antiken unter den Professoren Fischer und Caucig. Der Hofrath und Custos an der Hofbibliothek,-Adam Bartsch, bemerkte und begün- stigte A.'s Oeschicklichkeit, mit der Feder zu schraffiren. Unter dessen Lei- tung copirte A. 2 seltene Thierstücke von Pet. Boel in dieser Manier, welche, auf Bartsch's Einwirkung in die berühmte Sammlung des gro- ßen Kunstfreundes, Herzogs Albert v. Sachsen-Teschen, aufgenom- men wurden. Von nun an bildete A. seine Talente zur Kupferstecherkunst aus, wozu er sich anfangs die Instrumente auf die einfachste Weise selbst verfertigte, worin er jedoch bald, durch wohlmeinende Winke Bartsch's unterstützt, so wie in der Zeichenkunst große Fortschritte machte. Im Sept. 1312 erhielt A., nachdem er sich mit den besten Zeugnissen über seine Leistungen ausgewiesen hatte, von den mähr. Standen ein jahrli- ches Stipendium von 200 fl. W. W., nahe durch 6 Jahre, gegen dem, daß er jahrlich Proben seines Fortschreitens einsenden mußte, wie er denn auch in kurzer Zeit, nachdem er sich im Technischen seines Faches bey dem Kupferstecher Blaschke geübt hatte, bald 2 Kupferstiche: die Mazzochaer Oegend in Mahren, und der Kohlenbrenner und seine Fami- lie, ein< großes Blatt nach Iac. Gau ermann, nebst mehreren Hand- zeichnungen zu diesem Zwecke einsandte. Bald jedoch arbeitete A. für stch
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe A-D, Band 1
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe A-D
Band
1
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
788
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
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