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Bagolino. — Bajza. 165
Österreich der beglückenden Regierung Sr. Majestät Kaiser Franz des
Ersten? mit 3 Kupfern, eb. 1834. Alle diese, der gebührenden Verherrli-
chung des besten Landesvaters gewidmeten Schriften machen sich wie
durch ihre profane Textirung so durch eine gewisse überschwängliche Ma-
nier bemerkbar, die der echten Begeisterung und wahren Huldigung
nicht eigen zu seyn pflegt. — B. erwirkte seit mehreren Jahren für ver-
schiedene aus Elementar.Unfällen verunglückte Dorf- und Stadtbewoh-
ner durch öffentliche Aufrufe und sonstige Verwendung nahmhafte Un-
lerstützmigen, und erhielt in Folge dessen die Titel eines Ehrenbürgers
von 6 Städten des Kaiserthums. Den Ertrag seiner obigen zwey erstge-
nannten Denkbücher hat er dem Privatverein zur Versorgung erwachse-
ner Blinden gewidmet; selber mag sich über 3000 fi. belaufen haben.
Die erfolgreichen Resultate.seiner Wirksamkeit hatten die Aufmerksam-
keit der Regierung auf sich gezogen, auch Beyfallsbezeigungen für
B. veranlaßt.
Bagol ino, lombard. Marktflecken in der Delegation Brescia,
in einem Gebirgsthale am Flusse Caffaro, hat 3,650 Einw., die der
Sage nach gallischer Abkunft sind; Eisenschmelzöfen, Eisen- und Stahl-
hämmer.
Baja, ungar. großer Marktstecken in derBacser Oespanschaft, zählt
12,000 Einw. verschiedener Abkunft, Ungarn, Deutsche, Raizen und
Juden, hat eine katholische, eine evangelisch-reformirte und eine grie-
chisch- nicht unirte Kirche, nebst einer Synagoge; ferner ein Castell,
Caserne, Comitatshaus und ein Franciscanerkloster. Die OetreidenVrk-
te sind hier bedeutend.
Bajmocz (Bojniz), ungar. Dorf im Neutraer Comitate, mir
warmen Bädern und einem ckit Wällen umgebenen gräfl. Palffy'schen
Schlosse. Die deutschen Colonisten verfertigen hier mehrere tausend Sat-
telbäume für die Cavallerie, und außerdem werden hier und in der Ge-
gend viele gemeine Holzarbeiten gemacht.
Bazna, 1) ungar. Marktflecken in der Neutraer Gespanschaft,
mit 1,100 Einw., sehr gutem Obst- und Weinbau und einem großen
Militärspital. 2) ungar. Dorf in der Oraner Gespanschaft, hat 1,600
Einw., kathol. Kirche, gräfl. Sandor'sches Castell mit einem weit-
läufigen Thiergarten.
Bajza,. . Iosi , den 31. Iänn. 1304 in Szücsi in Ungarn,
von adeligen Altern, lutherischer Confession, geboren; erhielt im väter-
lichen Hause eine sorgfältige Erziehung. Seine Studien begann er
1811 auf dem Gymnasium zu Oyöngyös, setzte sie 1317 in Pesth
fort und bezog daselbst 1313 die Universität, von wo er 1324 nach
Preß bürg überging, auf der dasigen Akademie den juridischen Curs
zu beenden. Das folgende Jahr brachte er in Orosci bey Oyöngyös,
wo sein zu dieser Zeit verstorbener Vater Gutsbesitzer war, mit juristi-
scher Praxis zu, und ward 1325 von der Heveser Gespanschaft ihrem
Neichstagsdeputirten als Kanzleyschreiber zugetheilt, in dessen Folge er
zwey Jahre in Preß bürg verblieb, und erst im Nov. 1827 zu Pesth
den Etd als Notar-der königl. Tafel ablegte. Die Liebe zur Poesie erregte
in ihm zuerst oie Lecrure der alten Classiker, bis er, vorzüglich durch
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe A-D, Band 1
- Titel
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Untertitel
- Buchstabe A-D
- Band
- 1
- Autoren
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Verlag
- H. Strauß
- Ort
- Wien
- Datum
- 1835
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.3 x 22.0 cm
- Seiten
- 788
- Schlagwörter
- Nachschlagewerk, Biografien
- Kategorien
- Lexika National-Enzyklopädie