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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe A-D, Band 1
Seite - 166 -
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186 Bakabanya. — Balassa. Kazinczy's Schriften, die ungar. Literatur liebgewinnend, selbst einige Versuche in ungar. Sprache wagte, wobey er sich der Idyllenform bediente; der er aber ganzlich entsagte, als er durch einige lyrische Ar- beiten Carl Kisfaludy's Aufmerksamkeit auf sich ziehend, und in ihm bald einen herzlichen Freund findend, von ihm zu Verfolgung dieser Bahn aufgemuntert wurde. Seine Gedichte sind in den sechs letzteren Jahrgängen der Aurora, in der Aspasia, u. s. w. (theils mit der Un- terschrift Ju l ius bezeichnet) zerstreut, und unter ihnen war das Bo- ronek jenes/ das zuerst allgemeine Begeisterung erweckte, und des Dich- ters Ruf begründete. Seine Poesien zerfallen in Lieder, Romanzen und Epigramme. Bakabänya, ungar. Flusi in der Honter Gespanschaft im Kreis, district der Donau, der auf den Hontergebirgen entspringt, und sich in einen Arm des Flusses Gran ergießt, worauf er^den Nahmen Szikinze erhalt. Er verursacht oft grosien Schaden durch Überschwemmung. Bakabanya (puganz), ungar. löniql. Freystadt in der Honter Gesvanschaft, im Kreisdistrict der Donau. Sie ist eine von den 7 Berg- städten Ungarns. Sie liegt am Fusie eines gold- und silberhaltigen Ge- birges, allein die Ausbeute der Bergwerke hat sehr abgenommen. Die Einwohner sind meistens Slowaken und einige Deutsche, die sich vom Feld-, Wein- und Gartenbau, vom Bergbau, vom Branntwein- brennen und von einigen Handwerken, besonders von der Töpferey nähren. BakacZ/ Chom. v. , Cardinal-Priester der heil. röm. Kirche, Primas und päpstlicher Legat in Ungarn, ein Mann von grosien Talen- ten, welchen deßhalb schon Math . Corvinuszu seinem Secretär aus- erkor und ihm den Adel verlieh. Er wußte die Wahl des Königs von Polen, Wladislaw's I I . , zum König von Ungarn zu betreiben und wurde dafür Reichskanzler. Sein Eifer, mit dem er gegen die Türken das Kreuz predigte, brachte 1513 ein bedeutendes Heer zusammen, worunter sich aber meistens unsicheres Volk befand, welches, anstatt ge- gen die Türken zu fechten, Unruhen im Innern erregte, die jedoch bald unterdrückt wurden. B. starb 1521. Bakonybel, ungar. Dorf in der Weszprimer Gespanschaft, mit einer Benedictiner-Abtey in der Mitte des Bakonyer-Waldes, welche König Stephan I. der Heil ige 1030 stiftete. Bakonyer-Wald, großer Wald in Ungarn, in der Weszpri- mer Gesoanschaft, 12 Ml . lang und 2 bis 5 Ml . breit. Er prangt mit den schönsten Eichen, Buchen und Linden, doch ist er schon ziemlich ge- lichtet. Man mästet darin Schweine, Bakonyer genannt, in Heerden mit den sich in außerordentlicher Menge erzeugenden Elcheln und Bu- ckeln. Von lebten preßt man auch gutes Ohl zu Lampen und zu Speisen. Das übermäßige Pottaschebrennen hatte diesem Walde schon sehr geschadet, bis 1770 eine Forst- und Waldordnung bekannt gemacht wurde. Man findet hier viel Wildpret. Bälasfalva, s. Blasendorf. Balassa, berühmtes adeliges, späterhin in den Freyherrnstand erhobenes Geschlecht in Ungarn. Einen besonders ausgezeichneten Nah-
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe A-D, Band 1
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe A-D
Band
1
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
788
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
Lexika National-Enzyklopädie
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