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li'apr-65 Ieui-5 1anFi263, I Bde. eb. 1326, ein vortreffliches Werk,
worin B. die Franzosen mit den Forschungen Adelung's, Vater's
und anderer deutscher Sprachvergleicher bekannt macht und zu dem Be-
kannten viel Neues und Nützliches fügt.—^3321 Ki8wri(^u6 6t
8ur 1<3 i-0)^iirn6 66 I>6i-36. eb. 1327. — Zalance poliu^ae 611 ^
6tc. eb. 1323. Dieses Werk erschien in englischer Übersetzung zu Edim-
burgh und wurde fast ganz in deutsche, spanische, russische, italienische
und selbst amerikanische periodische Schriften aufgenommen. — La HIo-
liil^tran^. ^ams)3^^ss2uxprinclp^ux6tÄtz6um0nä«.Paris, 1329.
5 oiiin63 6t 6c; 1'in5ti'ucUan 6i^ ^1-2^66. eb.
1829.—I^'6Mf)ii-6 ru886 comp2l66 2NX prili6ip2ux 6l2l^ 8 6uM0N66. eb.
1329.—1^6 VV'oi-Id c0nipai-6ä >vuli t^6 di-iN3^ 6mpii-6. eb. 1330,
auch in französ. Übers. —^ 3321 Ki8t., ^60^1-. 6t3tati3t. 3111- l6 i-o^aums
ä63 ?273-d23. eb. 1331.—H.kr6ß6 66 ^60^i-3p^i6. Eb. 1332. 2. Ab-
druck eb. 1334, von welchem trefflichen Werke 1334 eine deutsche Über-
setzung bey Reichard in Güns, oder eine Bearbeitung vonCannabich,
Littrow, Sommer, Wi mmer undZ eune erschienen ist.—
cia polinca 661 ^lol)«. Padua, 1333. — H832i6'un t2ki62U3r2li8Nh
66 1a t6ri-6) PI-66666 663 pr6mi3368 ^6!16I-2UX 66 1a 3t2N3UHU6 6t
6'un 2^ )61-^12 8ur 1'6t6n6u6 66 I'6M^)ir6 6'^Mri(^6 , 3UI' 8H
üt 30N IN0UV6M6M, c0M^)2I'66 2 12 p0s)liIi)^0N 6t 16
62N3 I65pi-inc!p2i2x 6l2t8 612 M0n66. Dieses Werk wird
zu Wien in deutscher, zu Par is in französischer und zu Padua in
italienischer Sprache 1335 erscheinen.
Balbi , Hieron., Bischof von Gurk in Kärnthen, geb. zu Ve-
nedig, um die Mitte des 15. Jahrh. In seiner Jugend war er ein
Schüler des berühmten Humanisten Pomponius Lätus zu Rom,
der seiner Neigung für die alte Literatur die erste Richtung gegeben zu
haben scheint. Er kam 1435 nach Paris und wurde einige Jahre nach-
her als Lehrer der Humaniora bey der dortigen Universität angestellt. In
offne Fehde verwickelt mit Wi lh. Tardif, P. Faust. Andrelini
und dessen Vertreter R. Oaguin, hatte er zwar nicht selten die Lacher
auf seiner Seite, mußte aber dafür auch manche Anzüglichkeiten von sei-
nen Gegnern hinnehmen, und sah sich 1496 genöthigt, sein Lehramt
niederzulegen. Nach einem kurzen Aufenthalt in England, begab er sich
nach Padua, und ward von da 1497 als Lehrer des kaiserl. Rechts
nach Wien und von da 1499 nach Prag als Lehrer der Humanioren
berufen, wo er aber seinen Charakter,, oder doch seine Sitten zu verdäch-
tig machte. Der üblen Gerüchte ungeachtet, die sich über ihn verbreite-
ten, verlangte ihn dennoch König Ladislaus von Ungarn zum Er-
zieher seines Sohnes und seiner Tochter 1512. Er belohnte auch seinen
dreyjährigenFleisi 1515mit einerPropstey inPreßburg. ImNahmen
seines Herrn übernahm er verschiedene Gesandtschaften nach Wien,
Krakau, Augsburg, Aachen u. a. O., wo seine Beredsamkeit
mehr als einmahl siegte, da er mit tiefer Einsicht in die Geschäfte, nach
dem Zeugnisse seiner Zeitgenossen, auch eine ungemeine Beredsamkeit
verband. Der Erzherzog Ferdinand von Österreich, seine Verdienste
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe A-D, Band 1
- Titel
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Untertitel
- Buchstabe A-D
- Band
- 1
- Autoren
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Verlag
- H. Strauß
- Ort
- Wien
- Datum
- 1835
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.3 x 22.0 cm
- Seiten
- 788
- Schlagwörter
- Nachschlagewerk, Biografien
- Kategorien
- Lexika National-Enzyklopädie