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Baldaccl. — Baldamus.
M6N M6ii3826um, 56U Npi^ram. lil). 6) und andere latein. Oedich-
te. Sehr beträchtlich ist die Anzahl seiner ungedruckten Arbeiten. Er
starb zu Prag den 29. Dec. 1633 als Professor der Rhetorik und Pra-
fect der Schulen und Congregation der heil. Jungfrau.
Baldacci, Ant. Freyh. v., Präsident des k. k. Oeneral-Rech-
nnngs-Directoriums, wirkl. geheimer Rath, Großkreuz des osterr. Leo-
polds- und Commandeur des St. Stephans-Ordens, Inhaber des gol-
denen Civil-Ehrenkreuzes, Großkreuz der französ. Ehrenlegion, des
preuß. rothen Adler-, des sächs. und des würtemberg. Civil-Verdienst- '
Ordens, dann des großherzogl. baden'schen Ordens vom Zähringer-
Lowen. Er wurde 176? zu Preß bürg aus einer adeligen ungar. Fa-
milie geboren, die aus Corsika herstammend, in den Freyheitskriegen
wider Genua, ihr Vaterland freywillig verliest. — B.'s aufkeimendes
Talent fand gar bald einen entschiedenen Beförderer an dem Grafen
Balassa, der unter Joseph I I . und Leopold I I . in den ungar.
Angelegenheiten eine Rolle spielte, und als letzterer Monarch eine eigene
illyr. Hofkanzley errichtete, an die Spitze derselben trat. B. zeichnete
sich in allen Verwaltungszweigen so sehr aus, daß er 1797 bey der galiz.
Hofkanzley unter dem Grafen Mai lath, wirkl. Hofrath und Referen-
dar wurde, 1802 aber Sitz und Stimme im Staatsrathe erhielt. —
Seine ungeheuere Thätigkeit, bey einer fast immer wankenden Gesund-
heit, hob ihn im öffentlichen Vertrauen eben so sehr, als die bewunde-
rungswürdige Energie seines Charakters, die sich vorzüglich in den Krie-
gen gegen Frankreich äußerte; 1303 und 1809, in den Jahren der
Landwehr, der Reserven, der Tyroler Insurrection, war B. mit dem
Grafen Stadion die Seele dieses Krieges. Die glänzendste Epoche
waren aber die Jahre 1313, 1314 und 1815, wo er als Armee-Mi-
nister endlich in Paris das Ziel aller seiner großen Arbeiten, seiner
unerschrockenen Aufopferung und jahrelangen Beharrlichkeit erlebte.
Nach wiederhergestelltem, allgemeinen Frieden, trat B. in die Leitung
des Oeneral-Rechnungs-Directoriums zurück, immer auch zugleich im
Cabinel' des Monarchen zu den wichtigsten Staatsgeschäften verwendet.
Baldamus, Carl Max., geb. den 14. Oct. 1737 zu Roßla
in Thüringen, studirte zu Schulpforte und Leipzig; die Rechte zu
Wittenberg. 1306, 20 Jahre alt, folgte er seinem Oheim dem ,
Etatsrathe Gottschalk als Bürgermeister und Gerichtsdirector zu
Blekade im Lüneburgischen, rückte auch in dessen sehr ausgebreitete
und eintragliche Advocatur ein. Durch die Einverleibung des Fürsten-
thums Lüneburg mit dem Königreiche Westphalen hörten seine ämtlichen
Verhältnisse zu Blekade auf. Unter dem Iustizminister Simeon
wurde er 1311 Justiz-Procurator bey dem Tribunale 1. Instanz zu
Harburg, darauf bey dem zuÜlsen, und durch die Verwendung des
Staatsrathes Ioh. v. Mül ler , Steueranwalt. Kurze Zeit vor der
Auflösung des Königreichs Westphalen begab er sich als Advocat nach
Lüneburg, und 1320 nach Hamburg, wo er als Gelehrter priva-
tisirre. 1825 trat B. in Leipzig nicht ohne bestimmenden Antheil
Adam Müller's von der protestantischen zur römisch-katholischen Kir-
che über. Seit dem Herbste 1326 lebte er in Wien von dem Errrage
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe A-D, Band 1
- Titel
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Untertitel
- Buchstabe A-D
- Band
- 1
- Autoren
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Verlag
- H. Strauß
- Ort
- Wien
- Datum
- 1835
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.3 x 22.0 cm
- Seiten
- 788
- Schlagwörter
- Nachschlagewerk, Biografien
- Kategorien
- Lexika National-Enzyklopädie