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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe A-D, Band 1
Seite - 175 -
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Seite - 175 - in Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe A-D, Band 1

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B a n . — B a n a t . 175 Veränderungen weit enger, als derselbe vor den Zeiten des Königs Fer- dinand I. gewesen ist. Ehemahls gab es in dem Königreiche Ungarn mehrere B.e. Der Bezirk ihrer Herrschaft hieß Banat. Am längsten erhielt sich dieser Nahme bey dem Temeser Comitat, der selbst noch jetzt vorzugsweise Banat heisit. Ban, ilngar. Marktflecken in der Trentschiner Oespanschaft, im Kreise diesiseils der Donau, auf einer Anhöhe am Flusse Bar, gehört dem Grafen I l lySshäzy. Das gräfi. Castell ist unansehnlich. Die 2300 slovak. Einwohner sind Katholiken, auch wohnen 360 Juden hier. Von den 2 katholischen Kirchen wird eine von der Herrschaft, die andere, von den Unterthanen unterhalten. Der Boden ist fruchtbar. Es werden hier jährlich 9 Jahrmärkte gehalten. Der Mangel an Holz wird von den umliegenden Dorfschaften ersetzt. Von diesem Orte führt die ganze I l lyeshäz y'sche Herrschaft Ban oderBanowetz ihren Nahmen, welche aus dem Castell und dem Marktfi. B. nebst 14 Dörfern bestehet. Banal-Militärgränze, im Militärgränzlande, 33^ Q. M. grosi, mit 95,600 Einw., gränzt gegen Osten an den Gradiscaner Negimentsbezirk und an Civil Croatien, gegen Westen an den Szluiner Regimentöbezirk, gegen Süden an Bosnien. Der Bezirk des ersten Ba- nal-Regiments enthälc 15^, des zweyten 17^ Q. M. Ersterer mit dem Hauptort Glina besteht ausder freyen Militar-CommunitätP etrin ia und 130 Dörfern, let-terer aus der freyen Militär-Communität Co- stainicza und 139Dörfern.DieB.M. ist mehrOebirgsland und ziem- lich fruchtbar an Getreide und Hülsenfrüchten; auch der Mais kommt gut fort, so wie Flachs, Hanf und Färberröthe; Schaf- und Schwein- zucht ist nicht unbeträchtlich. Die Save und die beyden in dieselbe strö- menden Flüsse Kulpa und Unna sind die vorzüglichsten des Landes, welches durch Leopold I. den Türken abgenommen wurde, und imCarlo- w itz e r Frieden von 1699 dem Hause Osterreich verblieb. Banaltafel, die zweyte Gerichtöinstanz für Croatien und Slavo- nien zu Agram, an welche von der Districtualtafel in Civilprocessen appellirt wird. Dieselbe besteht aus 3 Beysitzern, an deren Spitze der Banus von Croatien als Präsident sieht. Zu dieser Gerichts stelle gehören noch ein Protonotar, ein Protokollist, ein Archivar, ein Expeditor und ein Armen-Advocat. Ihre Iurisdiction ist dieselbe, welche der lönigl. Tafel in Ungarn eigen ist, daher auch die Appellation von der B. nicht mehr an die königl. Tafel, sondern seit 1807 vermög Reichstagsbeschluß unmittelbar an die S eptemviraltafel selbst zu geschehen hat. Banat. Das sogenannte Banat, ein bedeutender District im süd- lichen Ungarn, umfasit die drey 1779 errichteten Comitate: Temes, Torontal, Krasso, nebst den anliegenden 2 Gränz-Regimentern, dem deutsch-banat. und wallachisch-illyr. So volksthümlich und mundgerecht sich indessen der Nahme B. gemacht hat, so ist doch ganz und gar kein gültiger Grund zu dieser Benemmng vorhanden, und die Herstammung derselben läsit sich, trotz den angestrengtesten Forschungen vieler Gelehr- ten, nicht mit haltbarem Grunde nachweisen. Daß dieser Nahme mehreren Vermuthungen zur Folge, von Banus (Landeegouverneur) herstamme, ist, nach Csaplovics's geistreicher Desinition ganz unerweislich, da
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe A-D, Band 1
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe A-D
Band
1
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
788
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
Lexika National-Enzyklopädie
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