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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe A-D, Band 1
Seite - 186 -
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186 Barmherzige Schwestern.—Barüti-Sz ab 6. Barmherzigenspital hat 6 Priester, 10 Brüder, 22 Almosensammler, 5 Apotheker, 4 Practicanten, 13 Assistenten und 13 Novizen. Barmherzige Schwestern. Dieser wohlthätige Orden hat ein Spital zu Stams in Tyrol; 1331 kam derselbe aus dem dortigen Mutterhause nach Wien, wo nun ein Spital der b. S. in der Vor- stadt Gumpendorf errichtet ist. Die Anstalt hat einen eigenen Arzt und Wundarzt. sß Baroczy, Alex. v. , geb. zu Ipsalanka in Siebenbürgen am 11. April 1735, hat sich um die Beförderung der ungar. Sprache und Literatur durch seine Werke große Verdienste erworben. 1760 kam er zur ungar. adeligen Leibgarde, und starb als k. k. Oberst am 24. Dec. 1809, in Wien. Seine Schreibart war voll Anmuth, Rein- heit und Kraft; mit den römischen Classikern vertraut, wusite er viel von ihrem Schmuck und Reiz in die Nationalsprache zu übertragen, in welcher er dieCorrectheit zu einer hohen Stufe brachte. Anfanglich trat er, seit 1774 mit einigen Übersetzungen auf (moralische Briefe von Dusch; einige moralische Erzählungen Marmontel"s). 1790 gab er eine Vertheidigung der magyarischen Sprache, später: „Röschens Ge- heimnisse," und „der neue Adept" heraus. Seine sämmtlichen hinter- lassenen Werke sammelte Kaz in czy und besorgte die Ausgabe derselben in 3 Bdn., mit Kuvf., 1313—14. Naronate in Ungarn, s. Reichsbaronate. Barät i -Szabü, Dav. , ward den 10. April 1739 zu Bar6 t im Haromszegher Snchl der Szekler in Siebenbürgen, von altadeligen Ältern geboren; endigte die Humanitätswissenschaften zu Udvarhely, und trat 1757 zu Trentsin in das Ordensnovitiat der Gesellschaft Jesu. Nach überstandenen zwey Probejahren wiederholte er 1760 im Ordenshause zuSkalitz das Studium der griechischen und lateinischen Sprache, brachte es aber nur in letzterer zur Vollkommenheit. Nun docirte er wechselweise zu Stuhlweißenburg und Klausenburg die Elementarwissenschaften, zu Er lau die Humaniora, und hörte in T y r n a u Philosophie, Theologie in Kascha u, bis er 1769 die Priesterweihe bekam, und wieder in Oroßwardein und Neu- sohl Humaniora lehrte, nach der Aufhebung dos Ordens aber (1773, als er sich zu Neu so hl eben der 3. Ordensprobe unterzog) dieselben Wissenschaften bis 1776 zu K om o rn vortrug, endlich in der Eigenschaft eines königl. Professors derselben an'sKa schau er Gymnasium abging, wo er bis 1799 verblieb. B. hat schon 1773 zu Neusohl versucht, die epischen und lyrischen Versarten der Griechen in die ungar. Poesie einzuführen; der Versuch gelang, denn die Sprache schmiegte sich ohne Zwang in die neuen Fprmen, und schon 1777 gab er in einem Band heraus: Hj mei-tekre cxedett verzeli. Härorn l^0N)v (Kaschau,), enthaltend: Oden, didact. Gedichte, Heroiden, Elegien, Episteln, Epigramme, Eklogen und epische Gedichte. Den Gedichten ist eine Ab- handlung über die Grundsätze einer ungar. Prosodie vorangesandt. Die neue Idee erregte Aufmerksamkeit, welche den Dichter veranlaßte, V a- nier's damahls sehr beliebte didact. Gedicht ?r26äium ru8ticum in Hexametern zu überfetzen (?2ra82li majors^. Kaschau, 1779 — 30.
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe A-D, Band 1
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe A-D
Band
1
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
788
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
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