Seite - 191 - in Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe A-D, Band 1
Bild der Seite - 191 -
Text der Seite - 191 -
Barth-Varthenheim. l»I
geb. 1529, gest, zu Regensburg 1607, ist aber, mit seiner Gemah-
linn Ot t i l i a v. Lampertheim (der lebten ihres adeligen elsassischen
Geschlechtes, dessen Wapen nun mit dem Barthenheim'schen verbun-
den ist)/ Gründer der, der vormahls reichsunmittelbaren Ritter-
schaft im Unterelsasse immatriculirten nunmehr nach Osterreich verpflanz-
ten Barthenheim'schen Linie, dessen Enkel Ignaz 1662 die frey-
herrliche Würde erlangte. Des letztern Urenkel Adolph Michael, des
heiligen röm. Reichs Frey- und 'Panierherr von B., geb. den 22. Aug.
1742, gest. 4.Jan. 1824, trat 1310 in den Herrenstand des Erzher-
zogthums unter der Enns, wurde in demselben Jahre in den Grafen-
stand des österr. Kaiserstaates erhoben.
Barch-Varthenheim, Ioh. Bapt. Ludw. Ehrenreich
Graf v., Ritter des Maltheser-Ordens und des Ordens beyder Sici-
lien, k. k. wirkl. Kämmerer, n. ö. Regierungsrath, Beysitzer der
n. ö. Erbsteuer-Hofcommission und der n. ö. Steuer-Regulirungs-
Provinzial-Commission, und wirtl. Mitglied der k. k. Landwirthschafts-
Oesellschaft inWien. EristderSohnAdolph Ludw. I g n . Grafen
vonB., ob der ennsischen Regierungsrathes und ob der ennsischenAusschuß-
rathes auf der alt Rudolphinischen Herrenbank. Den 5. März 1734 zu
Hagenau im Elsasse geb., hinterlegte er mit seinem älteren Bruder
1794 — 99 seine Gymnasialstudien in Car ls ruhe , studirte hier-
auf bis 1303 Philosophie und die Rechte auf der damahls noch österr.
Universität zu Freyburg im Breisgau, und von 1303—4 auf der
Universität zu Göt t ingen die Rechte. 1304 trat er in österr. Staats-
dienste. Gleich beym Anbeginn seiner Laufbahn, vermißte er, bey einer
unübersehbaren Masse von politischen Gesetzen und Anordnungen, welche
sich an die voluminösen Folianten des (^oclicis 2U5triaci anschlössen,
jene Ordnung, Richtung und zweckmäßige Anreihung, ohne welchen es
einem Geschäftsmanne, bey dem besten Willen und regsten Streben,
nicht wohl möglich ist, seinem Berufe mit.voller Beruhigung zu ent-
sprechen. Mit besonderer Vorliebe zur Sache, und mit unermüdetem
Eifer, benutzte er daher seine ämtliche Stellung, um neben seinen Be-
rufspfiichten, jene von ihm so sehr gefühlte Lüäe zu ergänzen; und die
erste Frucht seiner Bemühungen war: das politische Verhältniß der
verschiedenen Gattungen von Obrigkeiten zum Bauernstande im Erz-
herzogthume unter der Enns, in 3 Bden. und einem Registerbande
1313, Wien, 1820, welchen ein Ergänzungsband nebst Register
folgte. Mit welchem Erfolge dieser erste literarische Versuch im In- und
Auslande gekrönt wurde, beweiset, rücksichtlich des ersten, dessen ämt-
liche Empfehlung an alle l. t. Kreisämter der Provinz, und dessen ehren-
volle Würdigung in den vaterländischen Zeitschriften, rücksichtlich des
Auslandes aber, die allgemeine Haller Literatur-Zeitung, Jahrg. 1820
Nr. 110, worin diese Schrift zu jenen gerechnet wird, welche zu Rath
zu ziehen sind, wo immer in Deutschland von der Gesel-gebung über
bäuerliche Verhältnisse gehandelt wird, deren Grundsätze überall ähnlich
sind, und wie es darin heißt, deren Einrichtungen im Erzherzogthume
Osterreich sich überdies; im Allgemeinen noch dadurch empfehlen, daß un-
ter ihnen die Bauern wohlhabend geworden sind. Als B. 1817 bey der
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe A-D, Band 1
- Titel
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Untertitel
- Buchstabe A-D
- Band
- 1
- Autoren
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Verlag
- H. Strauß
- Ort
- Wien
- Datum
- 1835
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.3 x 22.0 cm
- Seiten
- 788
- Schlagwörter
- Nachschlagewerk, Biografien
- Kategorien
- Lexika National-Enzyklopädie