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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe A-D, Band 1
Seite - 199 -
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B 5 t h o r y. 199 tags zu H atva n, auf Veranlassung Ioh . Z apolya's abgesetzt. Doch bewirkte er bald die Entlassung seines Nebenbuhlers/ und erhielt so die Palannwürde wieder. Er starb 1535. — Bonaventura Andreas Ferdinand I. zurück. Erstarb 1567. — Stephan (v. Somlyo), Commandant von Großwardein, dann Fürst von Siebenbürgen und endlich Konig von Polen. Als Letzterer bewährte er durch eine 10jährige weise und gluckliche Regierung längst erworbenen Ruhm. Er führte den mit Rußland 1577 ausgebrochenen Krieg mit grosier Energie, und der 1532 geschlossene 10jährige Waffenstillstand lies; die Krone von Polen im Besitz von ganz Liefland undderWoywodschaftPolocz. Er starb 1586 im 54. Jahre seines Lebens. Seine 1703 erschienenen Briefe sind sehr wichtig für die Geschichte. — Christoph, der Bruder des Vori- gen und Stellvertreter desselben in Siebenbürgen. In seiner Jugend hatte er Reisen nach Deutschland, Italien, Frankreich, England und Spanien gemacht. Er führte 1579 die Jesuiten ein, und starb 1531, nachdem er die Wahl stilles Sohnes Sieg mund zum sieben- bürgischen Fürsten bewirkt hatte. Dieser Sieg mund strebte vergebens seinem Oheim auf Polens Thron nachzufolgen. 1533 wurde er von den Ständen gezwungen, die Jesuiten aus dem Lande zu verweisen. 1594 schloß er einen Tractat mit Rudolph I I . , dem zu Folge das Heimfallsrecht Siebenbürgens nach Siegmund's Tode dem Hause Osterreich zugesichert wurde. In der Absicht in den geistlichen Stand zu treten, kam Sieg mund nach Prag zu Rudolph I I . , und übergab 1593 dessen Abgesandten das Land. —Doch bald lehrte der unbeständige Sieg mund nach Siebenbürgen zurück, und trat das Land lieber an seinen Vetter Cardinal Andreas B. ab.. Dieser wurde jedoch 1599 ermordet, und Sieg mund selbst, der sich wieder zum Fürsten hatte ausrufen lassen, wurde von den kaiserl. Truppen allenthalben ge- schlagen. Er trat daher neuerdings das Fürstenthum gegen die bohm. Herrschaft Lobkowitz nebst einem Iahresgehalt von 50,000 st. ab. 1610 wurde er heimlicher Händel und Anschläge mit den Türken verdächtig und nach Prag in anständige Verwahrung gebracht, nach 2 Jahren erst wurde seine Unschuld bewiesen, und er in Freyheit gesebt. Er starb zu Prag 1613. —Gabr ie l B. (v.Somlyo), Fürst von Siebenbürgen, ein Mann von grosier Schönheit, pflichtete 1603 dem Wiener Frieden bey,' und bestätigte die Verhältnisse Siebenbürgens zu Ungarn. Doch bald zeigte er sich als Siebenbürgens Nero; es erregte sein grausamer Charak- ter 1610 eine Verschwörung gegen ihn, welche jedoch mißlang, und die Verschworenen wurden hingerichtet. 1612 ermordete er seinen besten General Nagy mit eigener Hand, und bedrohte seinen treuesten Diener G abr. Beth len mit einem ähnlichen Schicksale. Dieser erbach sich Hülfe von der Pforte, welche auch 2 Heereshaufen nach Siebenbür- gen schickte, um Gabr. B. abzusetzen. Von allen Seiten bedrängt.
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe A-D, Band 1
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe A-D
Band
1
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
788
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
Lexika National-Enzyklopädie
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