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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe A-D, Band 1
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2N2 N a t t h y a n y. Feldmarschall-Lreutenant und Inhaber einesDragoner-Regiments wohnte er den letzten Feldzügen des Prinzen Eugen am Rhein und dem letztsn Türkenkriege unter Kaiser Carl VI. bey. Dieser ernannte ihn 1740 zum wirkl. geh. Rathe, Maria Theresia aber zum Banus von Croa- tien. Im österr. Erbfolgekriege war er es, der durch den Sieg beyPfaf- fenhofen über die Franzosen und Bayern unter Seg ur (15. April 1745) und die Eroberung Bayerns, den Frieden zu Fuß e n (22. April 1745) bewirkte. In der Folge commandirte er am Rhein und in den Niederlanden, wenn auch nicht immer mit Glück, doch von Freunden und Feinden geachtet. Nach dem Aachner Frieden wurde er Obersthof, meister des nachherigen Kaisers Joseph I I . , legte aber diese Würde 1763 nieder, weil er die Folgen des Alters und ausgestandener Krieges- mühen fühlte. Er starb zu Wien 1772, und vermachte von seinem grosien, 5 Millionen betragenden Vermögen, seinem Regimente 50,000fi. Sein Neffe Adam Wenz. succedirte ihm in der fürstl. Würde und Gütern. Thätigkeit und Edelmuth bezeichneten seinen Charakter. Batthyany, Ignaz Graf von, Bischof zu Erlau, dann seit 1730 Bischof von Siebenbürgen und k. k. wirkl. geh. Rath, Er war geb. zu'Nemeth-Ujvar in der Eisenburger Gespanschaft, einem Markt- flecken der grast. B.'schen Familie, am 30. Iuny 1741. Sein Vater war Graf Em er ich B., Präsident der obersten Oerichtstafel des Kö- nigreichs Ungarn. Nachdem er zuerst bey den Piaristen in Pesth studirt hatte, wurde er zur Erlernung der Beredsamkeit nach Tyrnauindas adelige Erziehungshaus geschickt. Hier ließ er sich später in die Zahl der Priester der Graner Erzdiöcese einschreiben. Wegen seines Fleißes wurde er, während er noch Theologie studirte, zum Abt des heil« Ritters Georg v. Iäk ernannt. Zur Fortsetzung seiner theologischen Studien und zur weitern Ausbildung überhaupt wurde er nach R om in das Col- legium Apollinare geschickt, in welchem ihm die Aufsicht über die Biblio- thek anvertraut wurde. Nach Beendigung seiner Studien wurde er Dr. der Theologie und zum Priester geweiht. Schon damahls stand er im Brief- wechsel mit dem berühmten ungar. Gelehrten AdamKollärin Wien, undDaniel Cornides (einem Protestanten) inPesth. Da sich nach seiner Zurückkunft von Rom keine für ihn passende Stelle in dem Ora- ner Erzbisthum fand, besuchte er in Erlaudendasigen Bischof, Grafen Carl Este rhazy von Galan tha, um sich nach dessen Anleitung für eine höhere geistl. Würde vorzubereiten. Noch während dieses Besuches nahm er die Stelle eines eben verstorbenen Erlauer Domherrn an. Später wurde er Propst. Schon in Erlau bewies er sich als Macen, und trat zugleich selbst als Schriftsteller auf. Er beförderte durch Geldunterstützung die Ausgabe des kirchenhistor. Werkes von Ioh. Molnär, und gab selbst 1779 eine Schrift heraus, in welcher er gegen den berühmten Ge- lehrten Gottfried Schwarz (aus Ig lo , damahls in Rinteln) die Echtheit der Urkunde Stephan's I. vom I. 1001 für die Benedic- tiner-Abtey des heil. Martin 6e montc; ?ann0nia6 zu vertheidigen suchte, was ihm freylich nicht gelang. Am 23. Aug. 1730 wurde er zum Bischof von Siebenbürgen, l.k. wirkl. geh. Rath, zum Rath bey dem sie- bc?lbürg. Oubernium und zum Präses der Commission in kirchlichen und
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe A-D, Band 1
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe A-D
Band
1
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
788
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
Lexika National-Enzyklopädie
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