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Beatrix. —Veaulieu, 215
sche oder Magistrats-und Herrfchafts-, auch sogenannteWirthschafts-B.;
zu den Privat-B.n sind noch die ständischen B.n zu zahlen, und die B.n
derfürstl. Landrechte in Schlesien, des erzbischöfl. Lehnrechts in Mäh-
ren, der Privatinstitute:c. Zu den Civil-B.n gehören auch Geistliche,
in so fern sie zugleich Civilämter bekleiden. — Die wichtigsten Beamten-
classen erscheinen unter ihren eigenen Schlagwörtern.
Beatrix Mar ia Riccarda von Hste, Erzherzoginn v. Oster-
reich, Herzogum zu Massa und Carrara, einzige Tochter des Herzogs H e r-
kules l l l . Reinald von Modena aus dem alten u.berühm.ital. Für-
stenhause Este, Sternkreuzordensdame, geb. den 7.April 1750, verlobt
den26. April 1770, und vermähltden 15.Oct.1771 mit Ferdinand,
Erzherzog von Österreich, General-Feldmarschall, Gouverneur und Oe-
neral-Capitän der österr.Lombardie (bis 1796); wurde Witwe den24.Dec.
1306. IhrVater hatte sich schon 1741 mit der Erbinn des Herzogthums
Massa und Carrara, Mar ia Theresia von Cibo-Ma l aspin a
(st. 1790) vermählt, verlor aber 1797 im Frieden von Eampo-For-
mio die sämmtlichen Staaten an die Franzosen, und erhielt dafür durch
den Lünevi l ler Frieden 1801 den österr. Bre isgau, dessen Regie-
rung er bald darauf seinem Schwiegersohne, Erzherzog Ferdinand
überliest, und 1803 als letzter Mann ds§ Hauses Este zu Treviso starb.
Allein das Breisgau'sche ging 1805 durch den Preß bürg er Frieden
für Ferdinand und B. ebenfalls verloren, und der jetzt in Modena
regierende Herzog Franz I V., Erzherzog v, Osterreich-Este (s. d.), ihr älte-
ster Sohn, gelangte erst 1314 wieder zum Besitz der Modena'schen Staa-
ten. Um dieselbe Zeit trat auch B. die Regierung des schon 1790 von
ihrer Mutter vererbten Herzogthums Massa und Carrara an, womit der
Wiener Congreß noch die kaiserl. Lehen in der Lunigiana mit der Bestim-
mung verbunden hat, daß nach ihrem Tode dieses gesammte Herzogthum
an ihren genannten Sohn zu gelangen hätte. Dieser Fall ist am 14.
Nov. 1329 durch den in Wien erfolgten Tod der Erzherzoginn B. ein-
getreten, Ihr anderweitiges großes Privatvermögen, wozu auch 2 Pal-
läste in Wien gehören, ging hauptsächlich an ihre 2 jungem Söhne,
die Erzherzoge Ferdinand und Maximi l ian über. Von 9 Kin-
dern (4 Erzherzoge und 5 Erzherzoginnen) sind mehrere vor ihr ge-
storben; 1809 verlor sie den Erzherzog Ea r l , Primas von Ungarn
und Erzbischof von Oran; 1316 die Kaiserinn von Osterreich Mar ia
Ludovica. Die älteste Tochter und Erstgeborne (1. Nov. 1773) M.
Theresia starb als Witwe des Königs von Sardinien Victor Ema-
nu el, den 28. März 1332, und wqr die Mutter der jungem Königinn
von Ungarn Mar ia Anna Carol ina. Nych lebt eine Tochter von
B., M. Leopold ina, geb. 1776, Witwe des am 16. Febr. 1799
verstorbenen Churfürsten von Pfalz-Bayern Car l Theodor, mit
dem sie nur 4 Jahre vermählt war.
Beaulieu, Johann Peter Freyherr v., stammt aus einem
glten niederländischen Geschlecht. In Namur 1725 geb., trat er 1743
als ein Jüngling von 13 Jahren als Fähnrich in das Regiment Herzog
von Lothr ingen, und rückte in 14 Jahren bis zum Hauptmann vor.
In demselben Jahre wurde er zum Oeneralquaniermeisterstabe überseht
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe A-D, Band 1
- Titel
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Untertitel
- Buchstabe A-D
- Band
- 1
- Autoren
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Verlag
- H. Strauß
- Ort
- Wien
- Datum
- 1835
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.3 x 22.0 cm
- Seiten
- 788
- Schlagwörter
- Nachschlagewerk, Biografien
- Kategorien
- Lexika National-Enzyklopädie