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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe A-D, Band 1
Seite - 221 -
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Bedekovich v. Romor. 221 mit der röm. Literatur. 1799 bezog er die Akademie zu Kaschau, wo er den philosophischen Curs endete. Hier zog die ungar. Literatur zuerst seine Aufmerksamkeit auf sich, indem er durch K azin czy's Orvheus mit einer günstigen Seite derselben bekannt wurde. B. wollte sich anfangs der Nechtsgelehrtheit widmen, und zu K l a u s e n b u r g 1801 den juristischen Curs machen, trat aber dann, geänderten Vorhabens, 1303 in den Piaristen-Orden, woselbst er Gelegenheit fand, unter des berühm- ten H o r a n y i Anleitung mit dem besten Erfolg sich dem Studium der griechischen Sprache und Literatur zu unterziehen. Nachdem er, den Or- densstatuten gemäsi, zwey Jahre als Docent an den Gymnasien; vonKla u- s e n b u rg und B is t r i t z zubrachte, trat er aus dem Orden, ging nach Wien die Theologie zustudiren, primicirte, und ward Professor der Rhetorik zuHermannstadt. Mißlicher Gesundheitsumstande wegen verliest er 1816 seine Kanzel, und privatisirte bis 1821. In diese Zeit fallen seine ästhetischen Aufsätze (im Erdelyi Museum gedruckt), die den trefflichen Denker und philosophischen Kenner der alten Literatur beur- kunden. Nach wiedererhaltener Gesundheit, bestieg er den Lehrstuhl der Moral- und Pastoral-Theologie im Seminar zu Carlsburg. Von sei- nen zahlreichen Gedichten, meist lyrischer Gattung, sind nur wenige im Erdelyi Museum erschienen. Bedekovich v. Romor/ Franz Freyh., Commandeur des St. Stephans-Ordens, Inhaber des silbernen Civil-Ehrenkreuzes, Ober- gespan des KreutzerComitats, und k. k. Staats- und Conferenzrath, war den 6. Febr. 1755 zu Warasdin geb. Er stammte aus einer edlen Familie Croatiens. her, welcher die Landeschronik schon im 13. Jahr- hunderte ehrenvoll erwuhnt. Sein VaterNicolaus, königl. Rath und Beysitzer bey der Banaltafel, weihte sich ganz der Erziehung seinerKin- der, und erntete den Lohn seinerväterlichen Bemühungen durch die glück- liche Entwicklung der Geistesanlagen B.'s, die auf der Hochschule zu Wien sorgfaltig ausgebildet wurden. Kaum aus den Hörsälen getreten, begann der hoffnungsvolle Jüngling, erst 20 Jahre alt, seine büral. Laufbahn als Ober-Fiscal in der Warasdiner Gespansch. (1775), ein durch die Vertretung der Steuerpflichtigen an sich schon sehr wichtiges Amt, das aber damahls durch die Einführung des Urbariums noch un- gleich bedeutender wurde, und bey den besondern und schwierigen Pflicht ten einen Mann erheischte, der mit der genauen Kenntniß der Landesge- setze auch ein scharfes Urtheil und einen festen Willen verband, sollte an- ders die edle Absicht der gütigen Landesmutter erfüllt werden. Nachdem er auf diesem Posten seinen Ruf auf eine ehrenvolle Weise begründet, wurde er zum Notar in der Agramer Gespanschaft, und 1732 zum Hof- Concipisten bey der vereinigten ungar. siebenbürg. Hofkanzley ernannt. Hier geschah es, daß er durch einen gründlichen und lichtvollen Vortrag Statthaltereyrath zur Folge hatte. Ungeachtet dieses königl. Amtes von den Standen Croatiens und Slavoniens zum Abgeordneten auf den Land- tag 1790 gewählt, schlosi er sich den Männern an, die sich bemühten.
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe A-D, Band 1
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe A-D
Band
1
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
788
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
Lexika National-Enzyklopädie
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