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Befestigung des Donauthales:c. 229
und Violoncell, 7 Nrn. 8) Quartetten und Quintetten für das Pianos.
2 Nrn. 9) Cantaten für das Pianos, mit Begleitung des Orchesters/ä Nrn.
— II) Violin-Musik. I) Terzetten für Violine, Viola und Vio-
ll, 6 Nrn. 2) Quartetten fü
zetten s
loncel, 6 Nrn. 2) uarte ten f r I Violinen, Viola und Violoncell,
17 Nrn. 3) Quintetten für 2 Violinen, 2Violen und Violoncell, 3 Nrn.
4) Sextetten und Septetten für die Violinen. 2 Nrn. 5) Concerte und
Romanzen für die Violine mit Begleitung des Orchesters, 3 Nrn. III)
Gesang-Musik. 1) Gesänge und Lieder mit Begleitung des Piano-
forte, 74 Nrn. 2) Gesänge mir mehrstimm, und mit Orchester-Begleitung,
12 Nrn. 3) Messen, Oratorien/Opern :c. 6 Nrn. IV) Orchester-
Musik. 1) Symphonien für das ganze Orchester, 10 Nrn.2) Ollvertu-
ren für das ganze Orchester, 10 Nrn. 3) Tänze und Ballete für das
ganze Orchester, 6 Nrn. 4) Musikstücke für Blasinstrumente, 5 Nrn. —
B.s Studien im Generalbasse, Contrapuncte:c. erschienen aus seinem
handschriftlichen Nachlasse, gesammelt von Ign. Ritter v. Seyfried,
Wien, 1832.-^-Wie das kunstsinnige Nien B.s Andenken ehrte,ist no-
torischbekannt; auch Prag, Berl in, Breslau, und mehrere Städte
Deutschlands wetteiferten, dem Verewigten die leMe Huldigung darzubrin-
:nd feyern jetztnoch alljäbrig seinenTodestag aufdiewürdevollsteWeise.
Befestigung des Donauthales in Oesterreich ob der
iLnns. (Maximil ians-Thürms.) Diese neue Befestigungsart von
der Erfindung des Erzherzogs Maximi l ian von ^,ste, und unter
seiner Leitung ausgeführt, ist der Grundidee nach für Österreichs Macht
und Sicherung von ungemeiner Wichtigkeit, indem sie durch 32 Thürme,
deren 22 auf dem rechten, und 10 auf dem linken Donau-Ufer, eine
unbezwingliche Schanze gegen Westen bildet. Dennoch ist das Ganze,
wie alle großen Ideen, höchst einfach; verhältnißmäßig mit geringen Ko-
sten hergestellt, und durch eine sehr kleine Besatzung zu unterhalten.
Der Durchmesser eines solchen einzeln stehenden Thurms ist an 30, seine
Höhe 30, sein Souterrain 10 Fuß. Der Thurm hat 3 Stockwerke. In
dem untersten sind die Magazine, der mittlere ist das Quartier der
Mannschaft, auf dem obern ist Wurfgeschütz, auf der Plattform sind
10 Kanonen, Sechzehnpfünder, aufgestellt. Den Thurm umgibt ein Gra-
ben, an dessen jenseitigem Rande erhebt sich ein Erdmantel von gleicher
Hohe mit dem Thurme. Bey den kräftigen Portee der Kanonen, der
bequemen wechselweisen Unterstützungsfähigkeit der Thürme, ist dieser
Erdmantel noch sin Verhinderungsmittel mehr gegen einen horizontalen
Angriff, während ein verticaler bey dem geringen Durchmesser des Gebäudes
wohl nur zufällig und unbedeutend beschädigen kann. In dem Souterrain
befindet sich die Munition und ein Brunnen. Mit der Anwendung dieser
merkwürdigen neuen Fortificationsweise ist bey Linz begonnen worden.—
Als die Festungen Ulm undIngolstadt :c. rasirt wurden, sah man schon
die Nothwendigkeit, dassimLande Osterreich selbst zur Deckung derHaupt-
und Residenzstadt und der Verbindung mit Böhmen an der Donau und
der Hauptstraße dahin, die Anlegung einer Festung unumgänglich noth-
wendig sey, daher wurde beyläufig vor 30 Jahren der Oberst Dedovich
vom Ingenieurs-Corps mit einer zahlreichen Abtheilung Ingenieurs nach
Enns geschickt, das hiezu mvählt war, seiner vorteilhaften Lage
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe A-D, Band 1
- Titel
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Untertitel
- Buchstabe A-D
- Band
- 1
- Autoren
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Verlag
- H. Strauß
- Ort
- Wien
- Datum
- 1835
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.3 x 22.0 cm
- Seiten
- 788
- Schlagwörter
- Nachschlagewerk, Biografien
- Kategorien
- Lexika National-Enzyklopädie