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Österreichische National-Enzyklopädie - Buchstabe A-D, Band 1
Seite - 705 -
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Denins. — Diabell i . 705 Devins, Ios., Freyh. v., k. k. Oeneral-Feldzeugmeister, geh. Rath, Maria Theresien-Ordens-Großkreuz, Inhaber des Infanterie Re- giments Nr. 3? und Inspector dergesammten k. k. Militärgranzen, wurde 1732 geboren. Er zeichnete sich in mehreren FeldzügM gegen Preußen, die Türkey und Frankreich auf das rühmlichste aus, und starb zu Wien am 26. Sept. 1793, nachdem er dem Staate durch volle 53 Jahre ge- dient hatte. Devrient (Schröder-), Wilhelmine, eine der gefeyertsten deut- schen Sangerinnen, war geboren zu Hamburg den 6. Oct. 1305, Tochter der berühmten Schauspielerinn Sophie Schr öder. Bereits im 5. Jahre betrat sie als ranzende Amorine die Hamburger Bühne. In der Folge ging sie mit ihrer Mutter nach Wien, und wurde daselbst 1315 bey dem berühmten Kmderballet unter Horschelt engagirt. Ob- schon sie in dieser Sphäre vielen Beyfall fand, strebte die junge Künst- lerinn dennoch nach Höherm. Anfangs widmete sie sich mit vielem Erfolge der Schauspielkunst, in ihrem 15. Jahre betrat sie zuerst als Aricia in Racine's Phadra die Wiener Hofbühne, und erhielt, so wie in mehreren andern Rollen, den ungetheiltesten Beyfall. Bald aber erkannte sie ihre eigenthümlichste Bestimmung, sie trat den 20. Jan. 1821 als Pamina in Mozart's Zauberflöte zum ersten Mahle als Sängerinn auf, und gewann durch ihre schöne Stimme, verbunden mit der edelsten Gesang- schule, so wie durch ihr verständiges Spiel alle Herzen. Ihre weiteren Rollen waren: Emmeline in der Schweizerfamilie, — Marie im Blau- bart, — Agathe im Freyschützen, und endlich Fidelio, welche letztere Rolle sie mit solchem Feuer des Ausdrucks und solcher Wahrheit darstellte, daß sie allgemein entzückte, und alle ihre Vorgängerinnen in dieser Rolle, selbst die berühmtesten, weit übertraf. 1823 ging sie nach Be r l i n , wo sie sich mit dem talentvollen Schauspieler Carl Devr ient verhei- rathete, und wurde mit diesem gemeinschaftlich bey der Dresdner Büh- ne engagirt, wo sie sich noch befindet, obschon diese Ehe in der Folge wieder getrennt wurde. 1330 ging sie nach Paris,- wo sie mit dem unglaublichsten Erfolge auftrat. 1831 und 1833 gastirte sie in Lon- don, wo sie ebenfalls mit Beyfall überhäuft wurde, und auch in pecu- niärer Hinsicht reichliche Ernte machte. Diabel l i , Ant . , geb. den 6. Sept. 1731 in Mattsee nächst Salzburg, erhielt von seinem Vater. (Stiftsmusiker allda) den ersten Unterricht in der Musik; kam aber schon im 7. Jahre als Sangerknabe in das Kloster Mich aelbeuern und von da im 9. Jahr in dasCapell- haus zu Salzburg. In seinem I5.Iahreging er nach München, wo er seine Studien fortsetzte, sich mit Musik aber immer mehr beschäftigte. Im 19. Jahre wurde er in das Cisterzienser-Stift zu Raitenhoß- bach in Bayern aufgenommen, von wo aus er mir Mich. Haydn in Salzburg correspondirte, und ihm seine Compositionen zur Durch- sicht und Correctur schickte. Von dort ging er im 21. Jahre mit Em- pfehlungen an Ios. Haydn nach Wien , wo er sich durch Lectionen- geben seinen Unrerhalt verschaffte, bis er sich 1318 als öffentlicher Ge- sellschafter an Peter Cappi anschlosi; endlich 1824 eine eigene Be- fugniß als Kunsthändler erhielt. Seine Musirhandlung ist eine der Oesterr. Nat. Encykl. Vd. I.
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Österreichische National-Enzyklopädie Buchstabe A-D, Band 1
Titel
Österreichische National-Enzyklopädie
Untertitel
Buchstabe A-D
Band
1
Autoren
Franz Gräffer
Johann Czikann
Verlag
H. Strauß
Ort
Wien
Datum
1835
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.3 x 22.0 cm
Seiten
788
Schlagwörter
Nachschlagewerk, Biografien
Kategorien
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