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718 Dinzenhofer wenz. —Dioszeghi Sam.
gustinerkloster bey St. Catharina sammt Kirche, und die Kirche und
das Kloster der Elisabethinerinnen in d r^ Neustadt. — Die Erneuerung
der Kirche bey St. Thomas'auf der Kleinseite.— Das ehemahlige
Cölestiner-Nonnenkloster und die Kirche desh. Iohann vo n N e p o m u k
in der Neustadt. — Das Conviot und die Kirche bey St. B arthol o-
mäus, und das Seminarium bey St. Wenzel in der Altstadt. —.
Das gräfl. Nostiz'sche Haus auf dem Graben der Neustadt Prag, und
das fürsil. Kinsky'sche Haus auf dem Markte, beyde nach D.'s Rissen
von Anselm Buragho vollends ausgebaut. — Der spanische Saal an
dem Prager Schlosse :c. Außerhalb Prag sind als seine vorzüglichsten
Bauwerke zu erwähnen: Die Kirche zu Kladrau, ganz im gothischen
Geschmacke aus gehauenen Steinen. — Die Pfarrkirche der Kreuzherren
in Carlsbad. — Die Marienkirche zu Nitzko w, welche er selbst für
sein bestes Gebäude hielt. — Die Iesuitenkirche zuKlattau. — Die
St. Clemeuskirche zu Wodolta. —> Das Kloster und die Kirche des
Benedictinerordens zu Brzewno w.
Dinzcnhofer, wenz., der Philosophie und der Rechte Doctor,
Sohn des Vorigen, wurde am 25. Jänner 1750 zu Prag geboren. Er
beurkundete frühzeitig vorzüglichen Hang zu den Wissenschaften; schon
im 15. Jahre trat er in den Orden der Gesellschaft Jesu, und nachdem
er Philosophie in Olmütz studirt und in Prag einen öffentlichen Be-
weis seiner Fortschritte in den Bibelsvrachen abgelegt hatte, lehrte er
durch 2 Jahre in Ig lau die lateinische Grammatik. Nach Aufhebung
der Jesuiten verlief; er den geistlichen Stand, widmete sich der Rechts-
wissenschaft; erlangte 1777 zu Olmütz die philosophische und 2 Jahre
später in Wien die juridische Doctorswürde, und auch bald hierauf das
Ziel seines Strebens, nähmlich eine Lehrkanzel und zwar jene des allge-
meinen Staats- und Völker-, dann Lehen- und deutschen Staatsrechts
an der Innsbrucker Hochschule, und als diese 1782 aufgelöst wurde, die
ihm erwünschte Überseln:ng an die Carl-Ferdinan d'sche Universität zu
Prag. 1784 ward er nebstbey zum Gränzreferencen bey der Landesstelle
emannt, 1796 zum erzbischöflichen Consistorialrath, und 1799 von der
Lehrerversammlung sowohl der Gymnasien als der juridischen Facultät
zu ihrem Repräsentanten bey dem Studienconsesse. Mit dem Jahre 1802
Wien 177Y. InRiegger's Zeitschrift: Für Böhmen, von
Böhmen, einige publicistische Aufsätze, und: Genealogische Tabellen
der böhm. Fürsten, Herzoge und Könige. Prag 1305.
Diosz6gh, ungar. Marktflecken am Flusse kr, mit 3,915 Einw./
die Wein und Tabak bauen.
Dioszeghi, Samuel, reformirter Prediger, wurde 17N0 zu
Debreczin geboren, wo er auch das Gymnasium besuchte. Hierauf
Österreichische National-Enzyklopädie
Buchstabe A-D, Band 1
- Titel
- Österreichische National-Enzyklopädie
- Untertitel
- Buchstabe A-D
- Band
- 1
- Autoren
- Franz Gräffer
- Johann Czikann
- Verlag
- H. Strauß
- Ort
- Wien
- Datum
- 1835
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.3 x 22.0 cm
- Seiten
- 788
- Schlagwörter
- Nachschlagewerk, Biografien
- Kategorien
- Lexika National-Enzyklopädie